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Als Uni-Vizepräsidentin habe ich das Mineralwasser für meine Gäste selbst bezahlt

DFG-Generalsekretärin Heide Ahrens über den Umgang mit Spesen, eine Compliance-Ordnung für den Vorstand, die Grenzen des Vernünftigen – und wann ein Aperitif vor dem Hauptgang drin sein sollte.

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Artikelbild: Als Uni-Vizepräsidentin habe ich das Mineralwasser für meine Gäste selbst bezahlt

Heide Ahrens war Vizepräsidentin der Universität Oldenburg sowie Abteilungsleiterin in den Wissenschaftsministerien von Schleswig-Holstein und Bremen und ist seit Oktober 2020Generalsekretärin der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Foto: DFG/Rainer Unkel.

Frau Ahrens, spätestens seit die Staatsanwaltschaft bei der Fraunhofer-Gesellschaft zum Verdacht der Steuergeld-Verschwendung ermittelt, stehen auch die Führungsetagen der anderen großen Forschungsorganisationen unter Beobachtung etwa durch den Bundesrechnungshof. Können Sie mit hinreichender Sicherheit sagen: Bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) läuft in Sachen Spesen & Co alles nach Recht, Gesetz und den geltenden Regeln?

Diese Frage ist uns im Zusammenhang mit den Vorwürfen bei Fraunhofer bereits öfters von Medien gestellt worden. Ich äußere mich nicht zu Fraunhofer, aber bezogen auf die DFG kann ich klar sagen: Wir halten uns an alle gesetzlichen Bestimmungen und Verordnungen zum Umgang mit Steuergeldern und zur Verwendung von Spesen, die es gibt.

Was genau heißt das denn, dass Sie sich an alle Bestimmungen halten?

Die DFG hat sich schon 2019 eine Satzungsnovelle gegeben, die auch für dieses Thema wichtig war, nämlich durch die Einrichtung eines Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten und eines Rechnungsprüfungsausschusses. In beiden Ausschüssen sind ...

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Kommentare

#1 -

Dr. Michael Hinz | Mi., 29.05.2024 - 18:27
Aus eigener Erfahrung als ehemaliger Kanzler und aus vielen Gesprächen und von mir durchgeführten Fortbildungsveranstaltungen etc. weiß ich: seit jeher und jeden Tag wieder überlegen an zahlreichen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und anderen Institutionen des Wissenschaftssystems gut bezahlte Wissenschaftler/innen wie Verwaltungsbeschäftigte, auf welchen (Um)Wegen man das leidige Thema angemessene Verköstigung entsprechend internationaler Gepflogenheiten (noch) rechtskonform handhabbar machen kann (nach dem Motto: Kekse ja, Brötchen nein?). Es sollten einmal die Personalkosten für diese Klimmzüge in den Blick genommen werden. Vorschlag: der Gesetzgeber macht die Klimmzüge entbehrlich, indem er insbesondere für den Drittmittelbereich - durchaus gestaffelt nach finanziellem Umfang der Projekte - Promillegrenzen festlegt, ...

#2 -

Lilly Berlin | Do., 30.05.2024 - 01:50
Bei der DFG empfinde ich Reisekostenregeln tatsächlich als deutlich praktikabler als zB an meiner Universität, wo die Hotelkosten in Deutschland bei 70 Euro gedeckelt sind. Das reicht tatsächlich oft nur für eine Absteige. Zum Ausgleich gibt's bei den Herzensprojekten des Präsidiums dann Catering vom Feinsten.

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