Frauen weiterhin im Nachteil
Der jährliche GWK-Bericht zu "Frauen in Hochschulen und Forschung" zeigt nur langsame Fortschritte bei der Gleichstellung. Ein Kommentar.

Noch immer machen zu wenige Frauen in Deutschlands Wissenschaft Karriere.
Bild: Nattanan Kanchanaprat / Pixabay.
ES WAR EINE DIESER NACHRICHTEN, die in der zweiten Corona-Welle fast untergegangen sind. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat Ende November ihren jährlichen Bericht zu "Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen" veröffentlicht. Es fällt schwer, ihn optimistisch zu lesen.
Ein paar Beispiele: Zwischen 2008 und 2018 ist der Frauenanteil bei den Promovierten um drei Prozentpunkte auf gut 45 Prozent gestiegen. Bei den Habilitierten zwar um acht Prozentpunkte, aber insgesamt liegt er noch immer bei weniger als einem Drittel (31,6 Prozent).
Frauen stellten 2018 weniger als ein Viertel (24,7 Prozent) der Professor*innen, immerhin sieben Prozentpunkte mehr als 2008. Doch je höher die Professuren dotiert sind, desto geringer wird der Frauenanteil. Bei den außeruniversitären Forschungseinrichtungen waren 2018 im Schnitt nur 19,6 Prozent der Führungspositionen mit Frauen besetzt, was acht Prozentpunkten mehr als vor einem Jahrzehnt entspricht.
Hohe Wachstumsraten bei niedrigem Ausgangsniveau
Jetzt könnte man sagen: Ist doch gar nicht schlecht. Teilweise enorme Wachstumsraten! Was aber vor allem an dem jämmerlichen Ausgangsniveau liegt. Geht es linear ...
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