"Bis in die Nacht"
So viel Nettigkeit war selten: Bundesbildungsministerin Prien und ihre Länderkolleginnen zeigen bei ihrem Treffen an der Ostsee so viel demonstrative Einigkeit, dass sie jetzt nicht nur bei der Digitalpakt-Fortsetzung liefern müssen.

Foto: Gary Cassel / Pixabay.
SIE SEI SELBSTVERSTÄNDLICH der Einladung von BMK-Präsidentin Simone Oldenburg gern gefolgt, sagte Karin Prien gleich zu Beginn der Pressekonferenz, "und ich werde auch den ganzen Tag bis in die Nacht heute hier bleiben."
Neun Jahre lang war die CDU-Politikerin selbst Mitglied der Kultusministerkonferenz und zuletzt der neuen Bildungsministerkonferenz, doch am BMK-Treffen auf Schloss Bothmer in Klütz in Mecklenburg-Vorpommern nahm sie erstmals in ihrer neuen Rolle als Bundesbildungsministerin teil.
Eine Ministerin, die bleibt
Bleiben "bis in die Nacht": eine bemerkenswerte Aussage vor dem Hintergrund, dass es sich bei diesem Donnerstag um Priens Geburtstag handelte, noch dazu um ihren 60. Geburtstag. Ihre Vor-Vorgängerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) hatte in den vergangenen Jahren aus deutlich weniger nachvollziehbaren Gründen Termine mit ihren Länderkollegen ausfallen lassen, und wenn sie denn kam, war sie meist schnell wieder weg.
Doch Prien fühlte sich sichtlich wohl, wie sie da vor den Journalisten in einer Reihe saß mit den Spitzen der BMK. Die ihrerseits keine Gelegenheit ausließen, ihr Wohlgefallen über ihre vertraute Besucherin auszudrücken.
Die saarländische Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot, Koordinatorin der SPD-Seite etwa, die hervorhob, "dass wir mit der Bundesministerin eine Expertin haben, die weiß, was auf dem Tisch liegt und die jetzt dafür gesorgt hat, dass, was auf dem Tisch liegt, auch mit den finanziellen Möglichkeiten hinterlegt wird."
Da ging es, wie die meiste Zeit über, um den geplanten Digitalpakt 2.0 und die 2,5 Milliarden Euro Bundesgeld dafür, deren Verankerung im "Sondervermögen Infrastruktur" Prien zuvor verkündet hatte.
Es war schwer, Streichert-Clivots Bemerkung nicht auf Stark-Watzinger zu beziehen – bei der ihre Landesminister vergangenes ...
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Kommentare
#1 - Name des Hessischen Ministers für Kultus, Bildung und Chancen
Ein kleiner Hinweis zu dem o.a. Artikel:
Der Name des Hessischen Ministers für Kultus, Bildung und Chancen lautet Armin Schwarz, nicht - wie im Artikel angeführt - Armin Schuster.
#1.1 - Herzlichen Dank!
Herzlichen Dank für den Hinweis, der Fehler ist korrigiert. Ich bitte um Entschuldigung!
Ihr Jan-Martin Wiarda
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