"Wissenschaft ist entscheidend – im Wahlkampf aber nicht"
Ein Podcast mit SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach über Berliner Forschungspolitik, verlorenes Vertrauen zwischen Senat und Hochschulen, seine Rückkehr aus Hannover und den Versuch, gegen Kai Wegner Wechselstimmung zu erzeugen.

Foto Steffen Krach: Florian Büttner.
MIT DEM MANN, auf dessen Amt er es abgesehen hat, teilt Steffen Krach ein Hobby. Wie Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner spielt auch der SPD-Spitzenkandidat leidenschaftlich gern Tennis. Auch gegeneinander? "Würde ich sofort machen", sagt er und fügt süffisant hinzu: "Aber nur, wenn kein Stromausfall ist."
Womit Steffen Krach, im Podcast "Wiarda wundert sich" zu Gast, zielsicher auf Wegners bislang größten Fehltritt angespielt hat: den Samstagmorgen im Januar, als Hunderttausende plötzlich ohne Strom und Heizung waren, der Regierende trotzdem Tennis spielen ging und danach zunächst behauptete, er habe sich den ganzen Tag im Büro eingeschlossen.
Steffen Krach wiederum hat seine eigenen Probleme im langsam Fahrt aufnehmenden Wahlkampf. Das historisch schlechte Abschneiden der SPD bei den baden-württembergischen Landtagswahlen zum Beispiel oder der Balanceakt, den es erfordert, Wechselstimmung zu erzeugen, wenn die eigene Partei gleichzeitig Wegners Koalitionspartner ist und in den Umfragen zurückliegt. Wie er damit umgeht, erzählt er im Gespräch mit Jan-Martin Wiarda.
Der 46-Jährige Krach ist ein Berlin-Rückkehrer. Die ...
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Kommentare
#1 - und die Vergangenheit?
"Das größte Problem, sagt er, sei der Mangel an ausgebildeten Lehrkräften und der bauliche Zustand mancher Schulen."
Herr Krach vergisst zu erwähnen, dass genau diese Probleme dem jetzigen Senat nach 25 Jahren mit SPD-Schulsenatoren hinterlassen wurden. Warum hat er das denn damals nicht schon kritisiert? Als Staatssekretär für Wissenschaft hätte er ja mal mit der Schulsenatorin Scheeres reden können. Bei den Finanzen ist es doch auch nicht anders: Weil der rot-rot-grüne Senat so großzügig Geld ausgegeben hat, muss der jetzige Senat Einsparungen vornehmen. Es ist immer das gleiche Spiel. Beim Wahlvolk wird das nicht gut ankommen. Nach letzten Umfragen liegt ...
#2 - Erschreckend ahnungslos
Bislang habe ich mich noch nicht mit Steffen Krach befasst und hab dann den Podcast als Anlass genommen. Ich finde wirklich erschreckend, wie wenig Einblick er offenbar als Spitzenkandidat in die Berliner Schullandschaft hat und trotzdem drüber spricht.
Demokratiebildung nicht erst ab Klasse 7?
Bitte lassen Sie sich briefen über den Rahmenlehrplan Teil B, insbesondere die Demokratiebildung und den Klassenrat.
Quer- und Seiteneinsteiger als das größte Problem der Berliner Schule?
Bei uns an der Schule fällt inzwischen so viel Unterricht aus, da würden wir uns über jeden Seiteneinsteiger freuen. Die Inklusionsstunden werden gekürzt, die Schwachen fallen immer weiter zurück. Sinnerschließendes ...
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