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Nach dem Honeymoon kommt die Roadmap

Auf der Digitalpakt-Zielgeraden knirscht es zwischen Bundesbildungsministerin Prien und ihren Länderkollegen. Es geht um Geld und Vertrauen. Jetzt muss der geplante Bund-Länder-Aufbruch nach dem IQB-Bildungstrend zeigen, dass der neue Geist der föderalen Bildungspolitik trägt.

Schwanenwerder Luftbild

Auf Schwanenwerder haben sich die Staatssekretäre von Bund und Ländern im Januar zur Klausur getroffen. Seitdem steht der Name der Wannseeinsel für die Hoffnungen auf einen Aufbruch in der Bildungspolitik. Foto: Matti Blume , CC BY-SA 4.0 .

DER HONEYMOON ist vorbei. Seit Amtsantritt von Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) im Mai hatten Bund und Länder von dem neuen Geist in der Bildungspolitik geschwärmt, der mit Prien, der früheren Landesministerin aus Schleswig-Holstein, eingezogen sei.

Zusammen brachte man die Digitalpakt-Fortsetzung im Dezember 2025 endgültig unter Dach und Fach, und Prien konnte die Länder sogar auf eine konzertierte Aktion für einen Aufbruch in der Bildungspolitik einschwören. Betont nüchterner Arbeitstitel: "Gemeinsamer Arbeitsprozess von Bund und Ländern anlässlich des IQB-Bildungstrends 2024" – der so mies ausgefallen war, dass alle merkten: Jetzt müssen wir uns bewegen.

Doch während sich vor der Sitzung der KMK-Bildungsministerkonferenz an diesem Donnerstag erste Zwischenergebnisse des Arbeitsprozesses in Form einer Bund-Länder-"Roadmap" abzeichneten, herrscht an anderer Stelle gerade Frust – und das hat auch ...

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Kommentare

#1 -

Wolfgang Kühnel | Mo., 29.06.2026 - 16:11

"Das, was in den Schulen jetzt mit WLAN und Schulcloud, Laptops und Tablets installiert werden soll, ist zugleich die technische Infrastruktur für das vollautomatisierte Beschulen und Testen nach neoliberalen Modellen des sogenannten "selbstorganisierten", de facto algorithmisch berechneten und fremdbestimmten Lernens. In der ersten Phase werden die Geräte installiert und die Lehrkräfte geschult, die Schülerinnen und Schüler an die Geräte heranzuführen. In Phase 2 übernehmen die autonomen Programme das Beschulen und Testen selbst. Dazu passt: Mit Pakt-Geldern dürfen nur die digitale Vernetzung und Verkabelung (WLAN) der Schulen, Endgeräte wie Whiteboards, Laptops und Tablets sowie IT-Dienstleistungen finanziert werden. Erstellt werden muss vorab ...

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