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"Wissenschaftlich nicht nachvollziehbar"?

Viel Steuergeld fließt an ein Forschungslabor in Hoyerswerda, das die Mobilität der Zukunft entwickeln soll. Die Region ist begeistert. Doch Kritiker zweifeln, ob das Vorhaben die hohen Investitionen rechtfertigt.
Vectorgrafik Cockpit eines autonom fahrendes Fahrzeugs mit menschlichem Beifahrer.

Grafik: jcomp / freepik.

ALS IM HOYERSWERDAER ORTSTEIL Schwarzkollm der Richtkranz hochgezogen wurde, war von Aufbruch die Rede. Politik, Universität und regionale Würdenträger inszenierten das Smart Mobility Lab (SML) als Leuchtturm des Strukturwandels. "So geht sächsisch!", kommentierte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU).

Für Ursula Staudinger, die Rektorin der TU Dresden, ist das im Bau befindliche Testzentrum "eine europaweit einzigartige Forschungsplattform", "exemplarisch für unser Verständnis einer Universität für das 21. Jahrhundert". Hier würden "zukunftsweisende Technologien für die automatisierte und vernetzte Mobilität der Zukunft entwickelt, erprobt und in die Anwendung gebracht" – "vom Straßenverkehr bis zum autonomen Flug."

Vernetzte Zukunftsvisionen

Der Bau der 42 Meter hohen Riesenhalle soll Ende 2026 fertig sein. Die Zukunftsschilderungen auf der SML-Website sind schon jetzt bestechend: "Vernetzte Drohnen, Roboter und andere automatisierte, ferngesteuerte, fliegende und fahrende Fahrzeuge sollen sich zu Schwärmen zusammenschließen und zeigen, wie Verkehrsströme effizienter und ressourcenschonender organisiert werden können." Roboterschwärme könnten in Katastrophengebieten eingesetzt werden oder helfen, die durch den Kohleabbau in der Lausitz entstandenen Bodenschäden zu rekultivieren.

Regionale Wirtschaftsförderung, universitäre Spitzenforschung und jede Menge Pathos. Fast 92 Millionen Euro Steuergeld fließen allein in Gebäude und Infrastruktur. Ein Ort, an dem die Mobilität von morgen untersucht und die Lausitz zur Zukunftsregion erklärt wird.

Wer jedoch genauer nachfragt bei der Sächsischen Staatsregierung, beim Kraftfahrt-Bundesamt, beim ...

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