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Deutschlands Moment

Eine neue Datenanalyse zeigt: Die Bundesrepublik rückt im globalen Wettbewerb um KI-Fachkräfte nach vorn.  Warum das ermutigend ist – und warum Wachstum noch keine absolute Stärke ist.
KI Fachkraft vor zwei Computerbildschirmen, weitere Kollegen im Hintergrund.

Bild: DC Studio / freepik.

WAS ZWEI JAHRE doch für einen Unterschied machen können. 2024 veröffentlichte der Berliner Think Tank "interface" eine Datenanalyse  zur Herkunft der europäischen KI-Fachkräfte – und warnte, Europa würde im globalen Tauziehen massiv Talente vor allem an die USA verlieren.

Zwei Jahre später konstatiert derselbe Think Tank, dass sich der Brain Drain umgekehrt habe und inzwischen die USA mehr Fachkräfte an Europa verlören. Deutschland profitiert von dieser Entwicklung offenbar besonders: Mit 117.336 KI-Fachkräften zählt die Bundesrepublik demnach inzwischen zu den fünf weltweit größten KI-Talentstandorten. "Talent in, Talent out: The Shifting Geography of the Global AI Workforce“  haben die Autoren denn auch ihre neue Analyse überschrieben.

Explizite Wachstumszahlen nennt "interface" für das Spitzensegment der sogenannten Tier-2-Fachkräfte, also KI-Forscher und -Ingenieure, die direkt an Deep Learning und fortgeschrittenem Machine Learning arbeiten, und berichtet für Deutschland allein zwischen April 2024 und September 2025 ein sattes Plus von 65 Prozent auf mehr als 17.000 Personen. Noch dynamischer ging es in den Niederlanden (+87 Prozent) zu – und Italien (+117 Prozent). Für die ...

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