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Die Vermessung des Aufbruchs

In dieser Woche präsentiert das BMFTR die mit Spannung erwarteten Roadmaps zur Hightech-Agenda Deutschland. Ein erster Blick darauf zeigt: Sie liefern Meilensteine, Zielmarken und Umsetzungspartner – und sind damit ein mutiger Schritt zu mehr Verbindlichkeit, aber noch lange kein fertiger Fahrplan.
Gasometer und EUREF-Campus in Berlin-Schöneberg.

Der Gasometer Schöneberg auf dem EUREF-Campus: Hier inszenierte die Bundesregierung im Oktober den Aufbruch der Hightech-Agenda – nun muss aus dem Narrativ ein belastbarer Fahrplan werden. Foto: IgorCalzone1 , CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons.

ZUR OFFIZIELLEN AUFTAKTVERANSTALTUNG der Hightech-Agenda Deutschland (HTAD) Ende Oktober traf man sich auf dem EUREF-Campus, wo ein 113 Jahre altes Industriedenkmal, der Gasometer Schöneberg, zur Keimzelle eines neuen Stadtquartiers voller Start-ups, Unternehmen und Forschungseinrichtungen geworden ist. Der Bundeskanzler hielt die Hauptrede , beschwor den Schulterschluss von Wissenschaft und Wirtschaft und den Mut zum Aufbruch: "Vom heutigen Tag kann die Botschaft in das ganze Land gehen: Wir wollen etwas für dieses Land tun und wir trauen es uns auch zu."

Organisieren soll diesen Aufbruch die Hightech-Agenda, und zwar anders als frühere Forschungs- und Innovationsstrategien, von denen noch jede Koalition ihre eigene vorgelegt hatte: mit einem überzeugenden Narrativ, als gemeinsame Anstrengung der Bundesregierung, fokussiert auf sechs sogenannte Schlüsseltechnologien – und mit einem Umsetzungsplan, der über eine Legislaturperiode hinausweist. >>>


Aktualisierung vom 20. Mai siehe unten:

Veröffentlichung der Roadmaps, Oppositionswarnungen und Spionageverdacht 


>>> Wenn das Narrativ lautet, dass Technik- und Zukunftsbegeisterung ein erstarrtes Land in Bewegung setzen sollen, dann stand der EUREF-Campus für diesen Anspruch. Der Auftritt von Friedrich Merz wiederum signalisierte: Diese Agenda soll Chefsache sein, jenseits der üblichen Ressortegoismen. Was noch fehlte, war der Plan zu jenem HTAD-Konzept , das Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) bereits Ende Juli 2025 in Rekordzeit vorgelegt hatte.

Roadmapping nennt sich die Methode, die man bislang eher aus Unternehmen und Technologiekonzernen kannte. Ihr Ergebnis sind sechs Roadmaps, für jede Schlüsseltechnologie eine, auf die seit der Auftaktveranstaltung vor einem halben Jahr die Communities aus Wissenschaft und Wirtschaft warteten. Laut BMFTR sollen sie ressortgeeinte Planungsgrundlagen sein, erarbeitet im Dialog mit Ländern und Teilen aus Wirtschaft und Wissenschaft, mit konkreten Meilensteinen, messbaren Indikatoren und benannten Umsetzungspartnern.

Vom Versprechen zum ...

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