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Der Doppelschlag

Die Wissenschaftsminister der Länder fordern in zwei Positionspapieren milliardenschwere Investitionen von der nächsten Bundesregierung, darunter Bund-Länder-Programme für den Hochschulbau, für die KI-Infrastruktur und für neue Tenure-Track-Professuren. Realitätsfern? Mutig? In jedem Fall: die Selbstermächtigung der neuen Wissenschafts-MK.

DIE WISSENSCHAFTSMINISTER der Länder nennen es ein "Positionspapier", tatsächlich handelt es sich um einen Forderungskatalog. Drei Wochen vor der Bundestagswahl hat die Wissenschaftsministerkonferenz (Wissenschafts-MK) in zwölf Punkten vom Bund deutlich mehr finanzielles Engagement verlangt als bisher. Und gleich noch ein zweites Papier hinterhergeschickt, in dem sie ein eine "KI-Offensive" inklusive einem Bund-Länder-Infrastrukturprogramm vorschlägt.

Angesichts großer wirtschaftlicher Herausforderungen, politischer Unsicherheiten und disruptiver Technologien sei eine gemeinsame Kraftanstrengung erforderlich, um den Wissenschaftsstandort Deutschland zukunftsfähig zu gestalten, schreiben die Wissenschaftsminister in der Einleitung ihrer zwölf Forderungen. Nur durch eine strategische Ausrichtung, stabile Rahmenbedingungen und gezielte Schwerpunktsetzungen könne "die herausragende Hochschul-, Wissenschafts- und Forschungslandschaft Deutschlands" weiterentwickelt werden.

"Es ist deshalb jetzt genau der richtige Zeitpunkt für uns Wissenschaftsministerinnen und -minister, uns gemeinsam aufzustellen und unsere Forderungen mit diesem 12-Punkte-Positionspapier in die Zukunftsdebatten einzubringen", sagte Wissenschafts-MK-Präsidentin Bettina Martin (SPD) . "Wir brauchen mehr Engagement des Bundes im investiven Bereich; wir brauchen eine bessere Unterstützung der Studierenden; wir brauchen eine stärkere und strategischere Förderung der Entwicklung von Zukunftstechnologien. Ich freue mich, ...

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Kommentare

#1 -

Ruth Himmelreich | Mo., 03.02.2025 - 10:16
Aha. Stellt Frau Martin eigentlich ähnlich kraftvolle Forderungen an das eigene Bundesland? Hier lese ich an anderer Stelle im Blog: "Die Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern richten sich insgesamt auf eine schwierige Finanzsituation des Landes ein und auf eine Verteidigung der Notwendigkeit einer auskömmlichen Wissenschaftsfinanzierung".

#2 -

Timo | Mo., 03.02.2025 - 01:00
Ein Offenbarungseid der föderalen Verantwortung der Länder und ihrer Wissenschaftsminister:innen für ihre Hochschulen. Die Föderalismusreform I hat Verwantwortlichkeiten auf Drängen der Länder neu geregelt - schon vergessen. Nur peinlich.

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