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Auf eine Regierung Weidel hätte die deutsche Wissenschaft keine Antwort

Deutschland bekommt wieder eine demokratische Regierung, doch die Gefahr für die Demokratie ist nicht gebannt. Die USA zeigen, wie hilflos Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf den Angriff der Trump-Autokraten reagieren. Die Wahrheit ist: Die deutschen Wissenschaftsinstitutionen wären im Moment nicht besser vorbereitet.

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Artikelbild: Auf eine Regierung Weidel hätte die deutsche Wissenschaft keine Antwort

Bild: Gerd Altmann / Pixabay.

DAS KILLEN LAUFENDER FORSCHUNGSPROJEKTE zu Diversität, Geschlechterforschung oder Klimawandel, das Mundtotmachen der Gesundheitsbehörde CDC, massive Kürzungen bei den National Institutes of Health (NIH), Stichwortlisten zum Herausfischen politisch unliebsamer Förderanträge bei der National Science Foundation (NSF): Die Maßnahmen, die von der Trump-Regierung innerhalb weniger Wochen gegen die Freiheit und Unabhängigkeit der Wissenschaft ergriffen wurden, sind so zahlreich und einschneidend, dass man fast den Überblick verlieren kann. Was, so sagen Trump-Kenner, zu den Zielen seiner "Overwhelming Force"-Strategie gehört. Und das Kalkül scheint aufzugehen: Die US-Wissenschaft wirkt überrumpelt und verunsichert, auf dem Jahrestreffen der American Association for the Advancement of Science (AAAS) habe es Durchhalteparolen und Appeasement gegeben, berichtete Research Table .

Uns in Deutschland muss die Stille, mit der weite Teile der amerikanischen Hochschul- und Forschungslandschaft gerade den regierungsamtlichen Angriff über sich ergehen lassen, zu denken geben. Die Lenker der deutschen Forschung sollten, anstatt sich ...

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Kommentare

#1 -

Tobias Denskus | Mo., 24.02.2025 - 10:21
Schaut man sich die Ergebnisse der AfD in den ostdeutschen Ländern an, dann wird deutlich, dass von dort besonders grosse Gefahr in den nächsten Wahlrunden droht. Bei Ergebnissen zwischen 35-40% wird es immer schwieriger dort ohne die AfD Regierungen zu bilden. Das duerfte direkte Auswirkungen auf ostdeutsche Unis und den Wissenschaftsstandort haben und, nein, Idee wie es dann weiter geht gibt es nicht.

#3 -

Django | Mo., 24.02.2025 - 16:25
Wie wäre es, wenn die Parteien, die immerhin ca. 80 % der Stimmen auf sich vereinen konnten, mal schauen, WARUM die AfD vor allem im Osten so hohe Stimmenanteile einfährt? Deren Wähler sind ja nicht alles Nazis. Stark vereinfacht: Es macht sich zunehmend der Eindruck breit, dass die tatsächlichen Sorgen großer Teile der Bevölkerung für die, die in Berlin reagieren, nicht wirklich zählen.

Beredtes Schweigen (oder durchschaubare Floskeln) beim Thema Rente, beim Thema Mieten, Sanierung der Krankenhäuser auf Kosten der gesetzlich Versicherten, etc. Und leider machen sich viele auch Sorgen bei der Zuwanderung - wobei genau hier die "Nicht-AfD" positive ...

#5 -

Thomas A. H. Schöck | Di., 25.02.2025 - 18:36
Hinzuzufügen wäre dem Kommentar, dass es in unserem Land ja zum Glück ein Verfassungsgericht, beziehungsweise sogar deren mehrere gibt, die weitaus weniger als in den USA dem politischen Zugriff ausgesetzt sind und deren Stabilität jetzt ja noch einmal gestärkt worden ist. Dort wird am Ende auch die Wissenschaftsfreiheit zu verteidigen sein.

Es ist aber sicher eine Illusion zu glauben, dass dauerhaft die Sorgen und Nöte eines größeren Teils der Bevölkerung zugunsten elitärer Probleme ignoriert werden können, ohne dass die Demokratie Schaden nimmt.

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