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Neuer Schub nach dem Karriereknick

Geraldine Rauchs Zeit als Präsidentin der TU Berlin ist Ende März vorbei. Sie provozierte, machte Schlagzeilen, erreichte manches. Wie geht es weiter, nachdem man eine Uni führte? Vier markante Beispiele aus Berlin.
Retro Aktentasche in hohem Gras mit Büchern.

Bild: freepik.

NEULICH WAR GERALDINE RAUCH bei "Jung & Naiv" zu Gast. Zurückgelehnt auf ihrem Stuhl saß sie Tilo Jung gegenüber, die Beine übereinandergeschlagen, plauderte und wirkte entspannt wie lange nicht. Es ging um die Kürzungen im Berliner Wissenschaftshaushalt, um das Erstarken der Rechten, um die Rolle einer Unipräsidentin – und um den Skandal um ihre Likes für antisemitische Tweets, die Rauch schon 2024 fast den Job gekostet hatten.

Fast könnte man denken, es gehe Rauch besser, seit sie als TU-Chefin im Dezember abgewählt wurde. Nach nur vier Jahren aus dem Amt befördert, erhielt sie mit 18 Stimmen drei weniger als ihr Vorgänger Christian Thomsen, den sie 2022 im ersten Wahlgang geschlagen hatte.

In Berlin sind die Amtszeiten oft kurz

War ihre Amtszeit eine Enttäuschung? Hat sie zu viel politisiert und sich zu wenig um die wirklichen Probleme ihrer Uni gekümmert? Oder wurde sie als erste Frau an der TU-Spitze – und jung dazu – zum Lieblingsfeindbild Konservativer, weil sie sich politisch engagierte? Für mehr Dauerstellen in der Wissenschaft, für die Viertelparität an der TU – oder gegen das Wissenschaftler-"Netzwerk Wissenschaftsfreiheit", dem sie ...

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Kommentare

#1 -

#IchBinTina | Mo., 23.03.2026 - 15:02

... das "Wandern" einiger weniger Personen zwischen Spitzenpositionen in der Wissenschaft auch mal kritisch zu hinterfragen.

"Dieter Lenzen wechselte 2009 während seiner zweiten Amtszeit an die Universität Hamburg und führte diese wie zuvor schon die FU zum Exzellenztitel."

Sowohl Hamburg, als auch Berlin haben mittlerweile massive Finanzierungsprobleme in der Wissenschaft. Berlin ist größter Netto-Empfänger im Länderfinanzausgleich, da überrascht das nicht. Hamburg ist einer der wenigen Netto-Zahler - und sogar als finanzstarkes Bundesland überfordert. Das war schon seit Jahren abzusehen, insbesondere durch die hohe Abbrecherquote unter den Studierenden.

Das Problem ist nicht die Programmpauschale, egal wie oft diese Sau durch's Dorf ...

#1.1 -

Hochschulfinan… | Mi., 25.03.2026 - 10:11

Antwort auf von #IchBinTina (nicht überprüft)

Liebe IchbinTina,

die Verschiebung global budgetierter, transparent und eigenverantwortlich bewirtschafteter Mittel in Richtung befristeter, programmgebundener und "Parallelstrukturen" hochziehender Mischfinanzierungen kritisieren die Kanzler*innen deutscher Hochschulen schon länger mit Nachdruck. Der pauschal damit verknüpfte Vorwurf von "Buchungstricks" scheint mir da schon sehr polemisch und bringt den ersten, sehr wichtigen Punkt ohne Not in schlechte Gesellschaft.

Zur Klarstellung: "Die Möglichkeit, je nach Haushaltslage Stellen ab- und wieder aufbauen zu können, ist elementar [...]" für die rechtmäßige Haushaltsführung öffentlich finanzierter Organisationen.  

 

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