Natürlich werde ich da fuchtig
Wolfgang Herrmann, Präsident der TU München, über Bedenkenträger an den Unis, die Forschheit der Außeruniversitären und die Frage, was er nach 2019 macht.

Herr Herrmann, Hochschulrektorenkonferenz und Max-Planck-Gesellschaft haben über Monate um die Max-Planck-Schools gerungen. Der Universitätsverbund German U 15 warnte noch im Mai in einem Brandbrief an die Bundesforschungsministerin, der Einfluss der Universitäten auf die Promotion könnte durch sie „schleichend ausgehöhlt werden“. Als Johanna Wanka dann neulich die Gründung der ersten drei Schools verkündete, gab es aus Ihrem Haus eine aufschlussreiche Pressemitteilung. „Bedenkenträger sehen die außeruniversitäre Forschung der MPG als Konkurrenz, anstatt die ungenutzten Synergiepotentiale zu sehen“, stand dort. „Demgegenüber forciert die TU München nun ihr Engagement, die jeweiligen Stärken von universitärer und außeruniversitärer Forschung zu bündeln.“ Wem wollten Sie denn damit vors Schienbein treten?
Die Pressemitteilung war zugespitzt formuliert, das stimmt. Aber mein Vizepräsident Thomas Hoffmann, den Sie da zitieren, hat Recht mit seiner Analyse. Wir konnten die Langwierigkeit der Debatte nicht nachvollziehen, von wegen dass Max Planck das Promotionsrecht verwässere und so. Als Max-Planck-Präsident Martin Stratmann mich vor einem Jahr das erste Mal vorsichtig, aber entschieden fragte, was ich von solch einer Idee halten würde, habe ich gleich gesagt: Klar, wir sind dabei!
Mäkeln Ihre Rektorenkollegen zu viel herum, anstatt eine gute Idee als solche zu erkennen?
Am Ende hängt Ihr Erfolg im Umgang mit Max Planck & Co immer davon ab, wie selbstbewusst Sie als Universität auftreten. Die Außeruniversitären reagieren auf eine Politik der Stärke. Wenn Sie sich denen nicht als Institution gewachsen fühlen, dann haben Sie natürlich ein Problem. Dann haben Sie bei allem ...
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Kommentare
#1 - Sehr schönes Interview, sehr aussagekräftig - und…
Viele Grüße
Josef König
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