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Gesundheitsberufe: Wissenschaftsminister fürchten Mehrkosten im Milliardenhöhe

Dass Hebammen studieren sollen, finden fast alle gut. Gleichzeitig soll das Medizinstudium praxisnäher werden. Doch was kosten diese und andere Reformen eigentlich? Und bleiben die Wissenschaftsetats am Ende auf der Rechnung sitzen? In der Kultusministerkonferenz kursiert jetzt eine Kostenschätzung, die es in sich hat.

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Artikelbild: Gesundheitsberufe: Wissenschaftsminister fürchten Mehrkosten im Milliardenhöhe

Foto: Ismsevilla / pixabay - cco.

ES SIND BRISANTE ZAHLEN. Möglicherweise mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr zusätzlich müssen die Länder stemmen, wenn alle Reformen der Gesundheitsberufe wie geplant umgesetzt werden. Zu den dauerhaften Mehrkosten kommen einmalige Aufwendungen, die nochmal eine gute Viertelmilliarde verschlingen könnten. So steht es in einer internen Kostenschätzung, die jetzt von den Wissenschaftsministerien Baden-Württembergs, Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens gemeinsam erstellt wurde.

Im November 2019 hatten die Länder überraschend der Akademisierung der Hebammenausbildung zugestimmt; auch dass die Psychotherapeuten künftig ein eigenes Studium erhalten sollen, nickte der Bundesrat ab .

Überraschend war das, weil vor allem die Wissenschaftsminister der Länder noch Tage vorher dafür plädiert hatten, den Vermittlungsausschuss anzurufen. Nicht, weil sie die Reformen an sich ablehnten. Sondern weil sie fürchteten, der Bund werde sie mit den Kosten im Stich lassen. Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) sagte damals im Interview hier im Blog : "Es ist eine ...

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Kommentare

#1 -

Dietlinde Schr… | Mo., 03.02.2020 - 12:15
Als Sprecherin des Arbeitskreises Berufsgesetz in der Logopädie/Sprachtherapie, dem alle Berufsverbände, der Bund Deutscher Schulen für Logopädie (BDSL), der Hochschulverbund Gesundheitsfachberufe (HVG) und Dozent*innen der akademischen Sprachtherapie und Logopädie sowie Studierende angehören, bin ich sehr daran interessiert zu erfahren, von wem Sie die Informationen zur Berechnung der Finanzierung erhalten haben. Bisher habe ich auf Nachfrage keine näheren Informationen dazu erhalten können.

Informationen zu unserem Arbeitskreis finden Sie hier: https://www.dbl-ev.de/der-dbl/der-verband/arbeitskreis-ak-berufsgesetz/

#2 -

Jan-Martin Wiarda | Mo., 03.02.2020 - 12:35
Sehr geehrte Frau Schrey-Dern,

haben Sie besten Dank für Ihr Interesse. Wie ich schrieb, handelt es sich um eine interne, d.h. bislang unveröffentlichte Kostenschätzung der Wissenschaftsministerien in der KMK. Womöglich können Sie bei einem der drei federführenden Wissenschaftsministerien Baden-Württembergs, Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens mehr erfahren.

Beste Grüße
Ihr Jan-Martin Wiarda

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