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Es geht um die Qualität von Schule insgesamt

Deutschlands Schulen haben Nachholbedarf in der Demokratiebildung, mahnt eine Expertenkommission. Der Bildungsökonom Ludger Wößmann sagt, was jetzt passieren sollte – und warum es Zeit ist, mit alten Vorurteilen aufzuräumen.

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Artikelbild: Es geht um die Qualität von Schule insgesamt

Ludger Wößmann , 50, leitet das ifo Zentrum für Bildungsökonomik und ist Professor für Bildungsökonomie an der Universität München. Foto: ifo Institut | Enno Kapitza.

Herr Wößmann, Sie haben in der Kommission "Demokratie und Bildung" mitgearbeitet. Die Hertie-Stiftung hatte Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Medien und Zivilgesellschaft zusammengebracht, um Empfehlungen für die Demokratiebildung an Schulen zu erarbeiten. Ein Feld, das vielen inhaltlich diffus erscheint. Als Bildungsökonom sind Sie aber für klare Statements bekannt. Dann sagen Sie doch mal: Was ist für Sie die wichtigste Aussage der Kommission?

Das ist vor allem die Feststellung, dass Demokratiebildung in der Schule unbedingt auf die nationale politische Agenda gehört. Demokratie funktioniert nur, wenn die Menschen sie mitmachen und gestalten, und die Schulen sind diejenigen Einrichtungen, wo alle Kinder und Jugendlichen erreicht werden und die dafür nötigen Kompetenzen und Einstellungen entwickeln. Das war immer schon wichtig, aber das Thema hat jetzt eine besondere Aktualität: Die Digitalisierung aller Lebensbereiche bestärkt den Trend, dass unsere Gesellschaft in verschiedene, oft antagonistische ...

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Kommentare

#1 -

Laubeiter | Di., 24.10.2023 - 11:10
Interessante Perspektive, vielen Dank für dieses Interview. Ich hoffe, die Schulen machen dann den hier empfohlenen Demokratie-Unterricht. Zur Frage nach Noten am Schluss: Wenn ich es richtig verstehe, sollen die derzeit vergebenen Noten es schaffen, Kindern aus sozial benachteiligten Verhältnissen die Bedeutung von Bildungsleistungen für den Erfolg in der Gesellschaft zu vermitteln. Ich nehme an, dass einem Ökonomieprofessor und seinen Studierenden diese Bedeutung von Bildungsleistungen geläufig ist, doch warum vermitteln Noten Kindern diese Bedeutung? Ich denke, Erfolg in der Schule motiviert. Schlechte Noten haben mich demotiviert, daher fand ich Noten eher eine Form von Macht.

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