Lehrkräfte gegen Antisemitismus unterstützen
Die Solidarität mit Israel ist allgegenwärtig. Doch angesichts von antisemitischem Mobbing und Diskriminierung an Schulen fühlen sich Lehrer oft alleingelassen und überfordert.
AN POLITISCHEN BEKENNTNISSEN gegen die Hamas-Terrorangriffe mangelt es dieser Tage nicht. Auch die Kultusministerkonferenz (KMK) beschwor am Donnerstag ihre Solidarität mit Israel nach den Hamas-Terrorangriffen und versprach , sie werde "gemeinsam mit allen zuständigen Stellen… alles daransetzen, den Schulfrieden zu wahren, indem jede Form von Antisemitismus, Solidaritätsbekundungen mit und Rechtfertigungen von terroristischen Aktivitäten verurteilt und unterbunden werden". Und weiter: "Unsere Schulen sind der Ort, an dem Frieden, Versöhnung und Toleranz vermittelt werden."
Vermittelt: ja. Gelebt: vielerorts nein. Dass ein Schüler eines Gymnasiums in Berlin-Neukölln am vergangenen Montag mit einer Palästina-Fahne auf dem Schulhof erschien und sich eine gewalttätige Auseinandersetzung mit einem Lehrer lieferte, ist dabei nur ein Beispiel. Dass, wie Berlins Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) bestätigte, am Freitag viele jüdische Kinder aus Angst ihren Kitas und Schulen fernblieben, ein zweites, noch Dramatischeres. Nicht vergessen sollte man angesichts der Bilder von feiernden arabischstämmigen Jugendlichen aber auch, dass menschenfeindliche, rassistische und antisemitische Ansichten weit in die Gesamtgesellschaft hineinreichen.
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