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Langer Bremsweg

Drehen die Corona-Zahlen bald wieder ins Minus? Wenn man die Entwicklung der vergangenen Wochen fortschreibt und zusätzlich den Blick ins Ausland wirft: gut möglich. Eine Analyse der aktuellen Infektionszahlen nach Altersgruppen und Bundesländern – und zu der Frage, welchen Einfluss die Sommerferien auf die Corona-Dynamik haben.

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Artikelbild: Langer Bremsweg

Die Entwicklung der täglichen RKI-Meldezahlen seit Mitte Juni. Quelle: RKI-Covid-19-Dashboard.

DIE BESCHLEUNIGUNG WAR RASANT, das Abbremsen geschieht in Zeitlupe. Aber immerhin. Nach dem Tiefstand der gemeldeten Corona-Neuinfektionen Anfang Juli (bundesweite Inzidenz 4,9) ging die Kurve für zwei Wochen steil nach oben – mit zeitweisen 7-Tages-Wachstumsraten von zwei Dritteln und mehr. Hätte sich diese Dynamik gehalten, läge Deutschland jetzt schon bei einer Inzidenz von 30 – und hätte irgendwann nächste Woche die 50 überschritten.

Doch zum Glück wird die Coronakurve schon seit Mitte Juli langsam, aber ziemlich stetig flacher. So brachte die vergangene Kalenderwoche noch einen Anstieg um 21,0 Prozent – nach 38,7 Prozent in der Woche davor. Und heute vermeldete das Robert-Koch-Institut nur noch ein Plus bei den Neuinfektionen von rund 14 Prozent zur Vorwoche. Aktuelle Inzidenz: 17,9.

Das alles, obwohl inzwischen der Großteil der Neuinfektionen durch die deutlich ansteckendere Delta-Variante ausgelöst wird. Und es besteht sogar die Hoffnung, dass das Plus weiter schrumpft und sich in ein Minus verkehrt. So, wie es in den Hochinzidenz-Ländern Großbritannien, Niederlande, Spanien oder Griechenland bereits geschehen ist. Und wie ...

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Kommentare

#1 -

PB | Do., 05.08.2021 - 00:21
Lieber Herr Wiarda,



wie immer herzlichen Dank für Ihren tollen Bericht.



Was mich bei den verfügbaren Daten allerdings sehr irritiert:



Bzgl. der Infektionen sind die Zahlen für Altersgruppen von je 5 Jahren, d.h. 20-24, 24-29 Jahre etc. zusammengefasst.



Für die Impfquoten hingegen gibt es nur die Zahlen von 12-17, 18-59 und 59+.



Faktisch kann man somit für die Altersgruppe von 18-59 keine ausdifferenzierte Korrelation zwischen der Infektion und Impfquote herstellen, z.B. für die Altersgruppe der 20-24-Jährigen, die bei einer Studienanfängerquote von ca. 55% zu 55% den Studierenden zugerechnet werden könnten.

#2 -

Jan-Martin Wiarda | Do., 05.08.2021 - 10:31
Liebe/r PB,



vielen Dank für Ihren Kommentar! Die Impfquoten sind mir tatsächlich nur in den von Ihnen genannten Intervallen bekannt, siehe hier:



https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/Impfquotenmonitoring.html



Die Altersgruppen lassen sich immerhin über die RKI-Daten auch nach einzelnen Altersjahrgängen ermitteln, so dass auch eine Abfrage analog zu den beim Impfen verwendeten Altersintervallen möglich ist. Und zwar unter anderem hier:

https://survstat.rki.de



An Ihrer Kritik ändert das jedoch faktisch nichts. Falls jemand andere Quellen kennt, die die Impfquoten doch nach einer anderen Alterstaffelung zeigen, danke ich für einen Hinweis.



Beste Grüße

Ihr J-M Wiarda

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