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Ganztag: Eine Grundschule in Berlin zeigt, wie es funktioniert

Angebote für alle Kinder nach Unterrichtsende versprechen mehr Chancengleichheit. Doch es gibt diverse Modelle für den Ganztag. Wie sich eine Grundschule in Neukölln wandelt, was das mit der Schulleitung zu tun hat – und was Bildungsforscher sagen.
Sabine Klemm, Heike Hertha und Frank Durek von der Grundschule am Sandsteinweg in Berlin-Neukoelln.

Pädagogisches Trio: Sabine Klemm, Koordinierende Erzieherin, Frank Durek, Konrektor, und Rektorin Heike Hertha (von links) . Foto: Jan-Martin Wiarda.

Wenn Sabine Klemm über die Grundschule am Sandsteinweg vor zehn Jahren spricht, dann klingt das nach einer anderen Welt. "Wir Erzieher waren degradiert zum Shuttledienst. Nach der Schule holten wir die Kinder ab, brachten sie rüber zum Hort, und das war eigentlich der einzige Kontakt zur Schule." Damals habe sie daran gedacht, früher in Rente zu gehen.

2025 sitzt Klemm, inzwischen 68, im Büro der Schulleitung, neben ihr Rektorin Heike Hertha und Konrektor Frank Durek, und erzählt davon, dass sie zum zweiten Mal erfolgreich ihren Renteneintritt verschoben hat. Klemm ist Koordinierende Erzieherin im Ganztagsbereich, mit Hertha und Durek versteht sie sich als "Tridem", gemeinsam haben sie ihre "SamS" zu einem Beispiel dafür gemacht, wie Ganztagsschule in Deutschland funktionieren kann – und woran sie anderswo oft scheitert.

Im Berliner Ortsteil Buckow, da, wo der Neuköllner Süden in kleinen Einfamilienhäusern und Wohnanlagen mit viel Grün ausläuft: Hier befinden sich der Sandsteinweg und die größte Grundschule im Bezirk, eine ausgedehnte Ansammlung von Flach- und Modulbauten aus den 50ern bis 80ern mit viel Beton auf dem Schulhof. Dazwischen Ställe und Koppel für die fünf Pferde, angeschafft durch den überaus aktiven Schulförderverein, ein Gehege für das schulische Hängebauchschwein und jede Menge Spielgerüste, deren Finanzierung Generationen von Schülern im jährlichen Spendenlauf erkämpft haben. Vor ein paar Jahrzehnten wurde das Schulgelände gar durch einen ausrangierten Fußballplatz samt Vereinsheim erweitert. So baufällig es ist, gerade haben die Eltern es innen neu gemalert, ...

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Kommentare

#1 -

Wilfried Juch-… | Fr., 02.01.2026 - 16:37

So etwas bräuchten möglichst viele Grundschulen für Vormittagsunterricht und Betreuung, um den Kindern Draußenspiel und Draußenlernen zu ermöglichen: Naturerfahrungsräume sowie Abenteuerspielplätze/Kinder- und Jugendfarmen, ideale Spiel- und Lernorte für Kinder und Jugendliche in freier Natur



Ein Naturerfahrungsraum (NER) besteht idealerweise aus ca.10.000qm möglichst noch natürlichem Gelände mit Wiese und Bäumen, welches Kindern das Spiel in freier Natur unter Verwendung natürlicher Materialien wie Stöcke, Blätter, Steine, Gras, Sand, Erde usw. ermöglicht. Schulklassen oder Kita-Gruppen können es mit ihren Lehrer*innen bzw. Erzieher*innen regelmäßig besuchen, auch um dabei den Lauf der Jahreszeiten und ökologische Kreisläufe nachzuvollziehen. Es ist eine in Schul-, Kita- und Wohnnähe ...

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