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Was für ein Sekretariat hätten Sie denn gern?

Eine Vorlage und einen Zeitplan gibt es bereits: Die Verwaltung der Kultusministerkonferenz soll neu organisiert werden, um den Bildungsföderalismus effektiver zu machen. Aber was heißt das?  Die zuständigen Landesminister werden bald eine grundsätzliche Entscheidung treffen müssen.

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Artikelbild: Was für ein Sekretariat hätten Sie denn gern?

Bild: Nik / Unsplash.

HEUTE TREFFEN SICH die Bildungsminister der Länder in Berlin, und sie haben wieder ein volles Programm. Wenn am Morgen danach die Spitzen der Bildungsministerkonferenz vor die Presse treten, wollen sie über den Übergang von der Kita zur Schule sprechen, über die dann frisch verabschiedeten Empfehlungen zur schulischen Bildung erkrankter Kinder und Jugendlicher, über sprachliche Bildung für zugewanderte Schüler und den Umgang mit Antiziganismus.

Vielleicht verlieren sie auch den einen oder anderen Kommentar zur heiß diskutierten Frage eines Handyverbots in der Schule, das beim informellen Teil ihres Treffens, dem sogenannten Kaminabend, Thema sein sollte. Wahrscheinlich werden sie nach dem Fortgang der Koalitionsverhandlungen im Bund gefragt und noch wahrscheinlicher werden zumindest die beiden Länderkoordinatorinnen Karin Prien (CDU) und Stefanie Hubig (SPD) klare Antworten vermeiden, weil sie beide die Leitung der für Bildung, Forschung und Innovation zuständigen Verhandlungsgruppe verantworten.

Währenddessen könnte ein Thema unter dem Radar bleiben, das die Zukunft der Kultusministerkonferenz (KMK) und damit der deutschen Bildungspolitik betrifft: die Zukunft der KMK-Verwaltung, des sogenannten Sekretariats mit seinen Dienstsitzen in Berlin und Bonn.

Nachdem sich die Kultusministerkonferenz im vergangenen Jahr auf die Reform ihrer selbst konzentriert hatte, eine neue Gesamtarchitektur mit drei Teilkonferenzen eingerichtet, an der Abschaffung des umstrittenen Einstimmigkeitsprinzips gescheitert, aber immerhin die Lichtung ...

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Kommentare

#1 -

Interessierter Leser | Fr., 21.03.2025 - 13:50
Eine gute Analyse, insbesondere was die widersprüchlichen Ansprüche der Länder ans Sekretariat betrifft. Ein kleiner Hinweis sei erlaubt: Von den 550 Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen des Sekretariat sind nur ein kleiner Teil, ca. 90 mit dem Konferenzgeschäft befasst. Die übrigen arbeiten für den Pädagogischen Austauschdienst bzw. für die Zentralstelle für die Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Dies relativiert die Wirkungsfähigkeit für das Konferenzgeschäft noch einmal. Zumal die Arbeit durch die neue Struktur nicht weniger geworden sein dürfte.

#2 -

Timo | Fr., 21.03.2025 - 18:39
Das Sekretariat kann die grundsätzliche, föderal bedingte Strategie-Unfähigkeit auf Ministerebene nicht ausgleichen. Wie im heimischen Ministerium so auch in der KMK gilt die Präponderanz der Ministerialbürokratie, die nur durch kompetente Ministerpersönlichkeiten kontrolliert werden kann. Man schlägt den Sack und meint den Esel.

#3 -

föderalologe | Sa., 22.03.2025 - 09:51
Im Artikel wird die entscheidende Frage gestellt, was die Länder eigentlich vom Sekretariat wollten. Ich habe schon lange mit dem Bildungsföderalismus zu tun: Die Länder können gar keine stabile Antwort auf diese Frage geben. Denn eines, und nur eines, steht fest: Die Kulturhoheit jedes einzelnen Landes sticht im Zweifelsfall alles.

Das zeigt sich auch an der aktuellen Reform: Hätte man ein einheitlicheres und stringenteres Auftreten der KMK gewollt, hätte man einen neuen Staatsvertrag schließen und darin Kompetenzen an ein ländergemeinsames Gremium abgeben müssen. Bezeichnend, und erwartbar, dass davon nie die Rede war.

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