StarS für die Grundschule
Die Kultusminister wollen künftig einheitlich testen, was Schulanfänger können. Das ist gut. Noch besser wäre es, Bildungsstandards und deren Monitoring endlich auf die Kitas auszuweiten.

ES IST EINE BINSENWEISHEIT. Ob Menschen erfolgreiche Bildungskarrieren durchlaufen, ob sie ein erfülltes Berufsleben führen und die Gesellschaft gleichberechtigt mitgestalten können, entscheidet sich nicht in der Hochschule oder im Ausbildungsbetrieb, nicht in der Ober- oder Mittelstufe, nicht einmal in der Grundschule. Die Entscheidung fällt in den ersten Lebensjahren, sie hängt ab vom Elternhaus und der Unterstützung, die Kinder dort bekommen. Und weil das so ist, müssten sich enorme bildungspolitische Anstrengungen auf den einzigen Bildungsbereich fokussieren, wo ein Ausgleich quantitativ – beim Zugang – und qualitativ – bei den vermittelten Kompetenzen – noch möglich ist: in den Kitas.
Länder wie Australien haben das vor vielen Jahren erkannt und, obgleich föderal wie Deutschland organisiert, sich bundesweit verbindliche Standards für die Qualitätsentwicklung in Kitas gegeben. Und wir reden dabei nicht nur von notwendigen Bedingungen wie Betreuungsschlüssel und Ausbildungsqualität, sondern (zusätzlich zu den bestehenden Kita-Bildungsplänen der einzelnen Länder) von einer länderübergreifend gültigen Beschreibung dessen, was Bildung und deren Vermittlung in der Kita eigentlich genau bedeuten. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es ...
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