Was für ein Sekretariat hätten Sie denn gern?
Eine Vorlage und einen Zeitplan gibt es bereits: Die Verwaltung der Kultusministerkonferenz soll neu organisiert werden, um den Bildungsföderalismus effektiver zu machen. Aber was heißt das? Die zuständigen Landesminister werden bald eine grundsätzliche Entscheidung treffen müssen.

Bild: Nik / Unsplash.
HEUTE TREFFEN SICH die Bildungsminister der Länder in Berlin, und sie haben wieder ein volles Programm. Wenn am Morgen danach die Spitzen der Bildungsministerkonferenz vor die Presse treten, wollen sie über den Übergang von der Kita zur Schule sprechen, über die dann frisch verabschiedeten Empfehlungen zur schulischen Bildung erkrankter Kinder und Jugendlicher, über sprachliche Bildung für zugewanderte Schüler und den Umgang mit Antiziganismus.
Vielleicht verlieren sie auch den einen oder anderen Kommentar zur heiß diskutierten Frage eines Handyverbots in der Schule, das beim informellen Teil ihres Treffens, dem sogenannten Kaminabend, Thema sein sollte. Wahrscheinlich werden sie nach dem Fortgang der Koalitionsverhandlungen im Bund gefragt und noch wahrscheinlicher werden zumindest die beiden Länderkoordinatorinnen Karin Prien (CDU) und Stefanie Hubig (SPD) klare Antworten vermeiden, weil sie beide die Leitung der für Bildung, Forschung und Innovation zuständigen Verhandlungsgruppe verantworten.
Währenddessen könnte ein Thema unter dem Radar bleiben, das die Zukunft der Kultusministerkonferenz (KMK) und damit der deutschen Bildungspolitik betrifft: die Zukunft der KMK-Verwaltung, des sogenannten Sekretariats mit seinen Dienstsitzen in Berlin und Bonn.
Nachdem sich die Kultusministerkonferenz im vergangenen Jahr auf die Reform ihrer selbst konzentriert hatte, eine neue Gesamtarchitektur mit drei Teilkonferenzen eingerichtet, an der Abschaffung des umstrittenen Einstimmigkeitsprinzips gescheitert, aber immerhin die Lichtung ...
Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels
Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.
Kommentare
#1 - Eine gute Analyse, insbesondere was die widersprüchlichen…
#2 - Das Sekretariat kann die grundsätzliche, föderal bedingte…
#3 - Im Artikel wird die entscheidende Frage gestellt, was die…
Das zeigt sich auch an der aktuellen Reform: Hätte man ein einheitlicheres und stringenteres Auftreten der KMK gewollt, hätte man einen neuen Staatsvertrag schließen und darin Kompetenzen an ein ländergemeinsames Gremium abgeben müssen. Bezeichnend, und erwartbar, dass davon nie die Rede war.
Neuen Kommentar hinzufügen