Von wegen Haken dran
Der Bildungsforscher Olaf Köller sagt, fast alle Datenschutz-Fragen digitaler Bildungstechnologien seien geklärt. Warum das ein Irrtum ist und die Schulen erst am Anfang einer grundlegenden Debatte stehen. Eine Replik von Stefan Schönwetter.

Stefan Schönwetter verantwortet für die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) das Thema Digitale Bildung. Darüber hinaus ist er Datenschutzbeauftragter und arbeitet an der Schnittstelle Digitale Transformation und Datenschutz. Foto: DKJS/Stefanie Loos.
ES WAR EIN bemerkenswertes Interview, das der Bildungsforscher Olaf Köller dem Wiarda-Blog gegeben hat. Mit einer noch bemerkenswerteren Behauptung: "Mir soll niemand mehr mit dem Thema Datenschutz kommen", sagte Köller . "Fast alle diesbezüglichen Fragen sind geklärt [...]".
Da muss ich Olaf Köller widersprechen. Zu wenig ist geklärt – und wir stehen erst am Anfang der Debatte.
Das Bildungssystem wird sich in Zukunft verstärkt und durchgehend mit Datenschutzfragen befassen müssen. Das liegt an drei Tendenzen. Erstens werden Herausforderungen wie die wachsende Heterogenität in Klassenzimmern oder die datenbasierte Schulentwicklung zunehmend mit Hilfe technischer Lösungen bearbeitet. Zweitens ist das föderale Bildungssystem ein System unterschiedlicher datenschutzrechtlicher Voraussetzungen und Geschwindigkeiten. Drittens entwickelt sich auch die Auslegung des Datenschutzrechts stetig weiter.
Was europäische Gerichtsurteile für Schule und KI bedeuten
Drei Beispiele sollen das verdeutlichen. Bei allen dreien handelt ...
Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels
Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.
Neuen Kommentar hinzufügen