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"Das wäre ein Durchbruch"

Die Bildungsökonomin Kerstin Schneider über den Forschungsdatengesetz-Entwurf, offene Baustellen und neue Chancen für evidenzbasierte Politik.
Portraitfoto Kerstin Schneider.

Kerstin Schneider ist Professorin  für Finanzwissenschaft und Steuerlehre an der Bergischen Universität Wuppertal, leitet das Wuppertaler Institut für bildungsökonomische Forschung und ist Vorsitzende des Rats für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD), der die Politik zum Ausbau der Dateninfrastruktur berät. Foto: Sven Lorenz / RWI.

Frau Schneider, das BMFTR hat seinen Referentenentwurf zum Forschungsdatengesetz vorgelegt. Endlich, muss man sagen, nachdem die Vorgängerregierung nach den Eckpunkten steckengeblieben ist. Bis zum 10. Februar können Verbände wie der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) ihre Stellungnahmen einreichen. Was wird in Ihrer stehen?

Sollte dieses Gesetz so oder in ähnlicher Form kommen, wäre das ein Meilenstein für die Wissenschaft. Inhaltlich hat sich gegenüber den Ampel-Eckpunkten nicht wahnsinnig viel geändert. Es gibt also über die Parteigrenzen hinweg ein breites gemeinsames Verständnis dafür, wie wichtig der bessere Zugang zu Daten und deren Verknüpfung für die Wissenschaft sind. Im Sinne einer stärkeren Forschung, aber letztlich auch mit dem Ziel, der Politik eine evidenzbasierte Steuerung zu ermöglichen. Natürlich gibt es Stellen im Referentenentwurf, an denen noch gearbeitet werden muss. Aber die großen Linien stehen.

"Die fehlende Verknüpfbarkeit hat uns bislang von anderen europäischen Ländern unterschieden."

Ist das Begeisterung über den Entwurf, die da aus Ihnen spricht, oder vor allem Erleichterung, dass es überhaupt vorangeht?

Entscheidend ist, dass das Gesetz überhaupt kommt. Daten, die bislang getrennt waren – etwa in der amtlichen Statistik –, sollen miteinander verbunden werden können. Genau diese fehlende Verknüpfbarkeit hat die deutsche Forschungslandschaft bislang stark von anderen europäischen Ländern unterschieden. Sozial-, Bildungs-, Arbeitsmarkt- oder potenziell auch die Gesundheitsdaten – wenn diese Bereiche ...

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