Die vorerst letzte Chance, es richtig zu machen
Es war richtig, dass Merkel und die Ministerpräsidenten ihr nächstes Corona-Krisentreffen vorverlegt haben. Denn angesichts absehbar sinkender Infektionszahlen ist es erstmal die letzte Gelegenheit zur Verschärfung. Rechtfertigen lässt sich diese aber nur, wenn die Regierungschefs gleichzeitig ein langfristiges Pandemiekonzept beschließen – inklusive der Aussicht auf Lockerungen.

Bild: congerdesign / Pixabay.
WARUM DIE REGIERUNGSCHEFS von Bund und Ländern ihr nächstes Corona-Krisentreffen um eine Woche auf den morgigen Dienstag vorverlegt haben? Aus drei Gründen: Weil die erstmals in Großbritannien entdeckte Virusmutation "b.1.1.7" und weitere Varianten unter anderem aus Südafrika ihnen zu Recht Sorge bereiten. Weil ihnen zweitens vor diesem Hintergrund die Halbherzigkeit ihrer eigenen Beschlüsse vom 5. Januar bewusst geworden ist. Und schließlich – und das mag als Grund überraschen: weil die bislang getroffenen Maßnahmen offenbar trotzdem ziemlich gut wirken . Merkel & Co wissen: Warten sie noch eine Woche, könnte sich das gesellschaftliche Klima angesichts spürbar gesunkener Infektionszahlen so weit gedreht haben, dass weitere Verschärfungen nicht mehr vermittelbar wären.
Es ist möglich, dass die britische Virusvariante längst auch in Deutschland weit verbreitet ist. Dass dies die Erklärung dafür ist, warum sich die gemeldeten Neuinfektionen im Teil-Lockdown erst abflachten, um dann plötzlich wieder in einen steilen Anstieg überzugehen. Wäre die Mutation mit ihrer offenbar um ...
Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels
Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.
Kommentare
#1 - Wir sind alle sehr gespannt...
#2 - Den No-Covid Plan mit "grünen Zonen" etc. gibt es janun.…
nun. Hoffen wir das Beste.
Neuen Kommentar hinzufügen