Doktortitel nur gegen Gendersternchen?
Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume will gegen den "Genderzwang" an den Hochschulen vorgehen – und berief sich dabei unter anderem auf die Beschwerde einer Promovendin. Was genau ist ihr passiert? Und was sagt ihr Fall tatsächlich aus?

GLEICHSTELLUNGSBEAUFTRAGTE, Gewerkschaften und Frauenvertretungen sprachen per Offenem Protestbrief von einer Verletzung des Allgemeinen Gleichheitsgrundsatzes, Studierendenvertreter kritisierten , sie hätten noch nie Beschwerden zu einem "Genderzwang" an ihren Hochschulen erreicht. Anlass war die Ankündigung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Dezember, das Gendern in Schulen und Verwaltungen untersagen zu wollen.
Sein Wissenschaftsminister Markus Blume (ebenfalls CSU) sagte, er wolle zu diesem Zweck eine Klarstellung ins Bayerische Hochschulinnovationsgesetz einbauen. "Die generelle Leitplanke wird sein: Geschlechtersensible Sprache: Ja. Sprachliche Künstlichkeit und erzieherische Tendenzen: Nein. Man könnte auch sagen: Genderfreiheit statt Genderzwang", erläuterte Blume vergangene Woche hier im Blog . Und Blume ergänzte: "Mich erreichen immer wieder Zuschriften von Studierenden, die sich einem gefühlten Druck oder tatsächlichen Vorgaben ausgesetzt sehen, in einer Art und Weise zu formulieren, wie es von der amtlichen deutschen Rechtschreibung eben gerade nicht gedeckt ist."
Gibt es wirklich ein Problem an den Hochschulen oder, wie ihrer Kritiker vor allem in den sozialen Medien ...
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Kommentare
#1 - Das Anliegen zu übergriffiger Deckblatt-Regulierung in…
#2 - In meinem Berufsleben hatte ich mehr als 30 Doktoranden in…
#3 - Blume und auch dieser Artikel erzeugen natürlich einen…
#4 - Dass das Deckblatt genauso zu gestalten ist, wie in der…
Im Duden werden mehrere Formen geschlechtergerechterer Sprache aufgeführt, hätte sie also gern "Prüfer/-in" dudenkonform geschrieben?
Wer hätte gedacht, dass Promotionsordnung "bevormunden". Klar, das ist deren Ziel, zur Vereinheitlichung, um Gleichbehandlung zu sichern. Das tun die Standards wissenschaftlichen Arbeitens auch, sie "bevormunden" insofern, als sie vorgeben, in welcher Art ...
#5 - Danke für die interessante, detaillierte Aufarbeitung. Der…
#6 - Lieber Herr Blume, bitte erst Zahlen, Daten und Fakten…
Die amtliche Rechtschreibung gilt ja ohnehin bereits in amtlichen Kontexten. Was ist jetzt neu an Ihrem Vorschlag? Sollen Rechtschreibverstöße härter bestraft werden? Vielleicht mal lieber mehr Geld in die Lehramtsausbildung und gute Schulen stecken, mit mehr unbefristeten Stellen mehr Stabilität in die Lehramtsausbildung bringen. Was ist der Plan von Herrn Blume zum WissZVG? Stattdessen billiger Stimmenfang. Schade, dass die Wissenschaftspolitik der ...
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