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Richtig, unausweichlich, gut für alle

Die NRW-Landesregierung will mit dem neuen Hochschulstärkungsgesetz auch den Schutz vor Machtmissbrauch und Diskriminierung verbessern. Die Debatte um den Gesetzentwurf legt zugleich die Widerstände im System offen. Ein Gastbeitrag von Tanja Hagedorn, Sophia Hohmann und Susanne Täuber.
Warnhinweis

Bild: Neil Owen, CC BY-SA 2.0, Wikimedia Commons.

MIT IHREM ENTWURF des Hochschulstärkungsgesetzes unternimmt die NRW-Landesregierung einen bemerkenswerten Vorstoß gegen Machtmissbrauch und Diskriminierung an den Hochschulen. Und doch ruft besonders der Teil 10, der die konkreten Regelungen zu Sicherheit und Redlichkeit an Hochschulen enthält, erstaunlich viel Kritik bis hin zur gänzlichen Ablehnung hervor, auch wenn den meisten Stellungnahmen zugleich ein diplomatisches "Wir sind ja alle prinzipiell gegen Machtmissbrauch" beschwören.

Mitte März fand im Wissenschaftsausschuss des Landtages die Anhörung zum Gesetzentwurf statt. Der Diskussion von Teil 10 wurden dabei knapp drei Stunden gewidmet. Bettina Kretzschmar von der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten   und Martina Lörsch von der Rechtsberatungsstelle Machtmissbrauch der Hochschulen NRWs begrüßten die geplanten Regelungen ausdrücklich und betonten den Bedarf für weitere (unabhängige) Anlaufstellen. Auch die Vorsitzenden der Landespersonalrätekonferenzen, Bernadette Stolle (LPKwiss NRW) und Bastian Doht (LPK MTV NRW), sahen dringenden Handlungsbedarf. Markus Ogorek, Rechtswissenschaftler an der Universität Köln, bescheinigte den Regelungen auch aus juristischer Perspektive Plausibilität.

Die Gegenwehr ...

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Kommentare

#1 -

Gabi Meurer | Mo., 27.04.2026 - 15:23

Sehr geehrte Damen und Herren, 

ich bin überzeugt, dass sich die Gegenwehr der Hochschulleitungen ausschließlich auf die zusätzlichen Kosten bei gleichzeitig diesen immensen Sparmaßnahmen bezieht. Für Maßnahmen i. S. des Hochschulstärkungsgesetz sind meines Wissens keine zusätzlichen Mittel seitens des Landes für die Hochschulen vorgesehen. Dabei gibt es schon jetzt mehr Fälle und diese aufwändiger. 

Freundliche Grüße, 

Gabi Meurer

#1.1 -

Sophia Hohmann | Di., 28.04.2026 - 17:42

Antwort auf von Gabi Meurer (nicht überprüft)

Guten Abend Gabi Meurer, 

vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich teile Ihre Einschätzung, dass die Einrichtung solcher Stellen nicht kostenneutral ist. Das greifen wir auch in unserer Stellungnahme zum Gesetzesentwurf auf, die sich hier findet: https://www.netzwerk-mawi.de/fileadmin/media/20260303_Stellungnahme_MaWi_HG_NRW.pdf

Die Gegenwehr der Hochschulleitungen betrifft u.a. die von uns im Beitrag genannten Punkte. Die Gegenwehr auf Sparmaßnahmen und steigende Kosten zu verkürzen, halte ich für verfehlt, da es weitere Teile der inhaltlichen Kritik der Hochschulleitungen ausblendet und so auch nicht während der Sitzung zur Sprache kam. Viele Grüße, Sophia Hohmann 

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