Weitere Überraschung: nicht ausgeschlossen
Die Ministerliste galt als gesetzt – auch Gröhes Wechsel ins BMBF. Die Personaldebatten seit vergangenem Mittwoch könnten Merkel jedoch nochmal zum Nachbessern bewegen. Jetzt heißt es abwarten.
HERMANN GRÖHE HAT keine Lust, über das BMBF zu sprechen. Zumindest im Moment nicht. Er wolle sich nicht an "Spekulationen" beteiligen, die ihnen mit dem Bildungsministerium in Verbindung bringen, zitiert ihn die Neusser-Grevenbroicher Zeitung , in deren Verbreitungsgebiet Gröhes Bundestagswahlkreis liegt. Ansonsten aber äußert sich der amtierende Gesundheitsminister im Gegensatz zu vielen seiner CDU-Kollegen recht zufrieden mit dem ausgehandelten Koalitionsvertrag: Darin sehe er "ganz viel" CDU und nennt als Beispiele die "Stärkung der Familien", die "Fortsetzung einer soliden Haushaltspolitik" und die "Zuwanderungsbegrenzung". Auch habe sich die SPD mit ihrer Kernforderung in der Gesundheitspolitik, die Vereinigung von gesetzlicher und privater Krankenversicherung nicht durchsetzen können.
Gröhe hat gute Gründe, nichts zur ministeriellen Postenverteilung zu sagen. Denn die ist womöglich nicht so sicher gesetzt, wie es noch vor einigen Tagen erschien. Bundeskanzlerin Angela Merkel kündigte in der ZDF-Sendung Bonn direkt an, die Namen der designierten CDU-Minister bis zum Bundesparteitag ihrer Partei bekanntzugeben. Der findet am 26. Februar statt. Zu ihrer Ministerliste sagte sie, "da gehören Junge dazu und Erfahrung." Sie wollen auch ...
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