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Deprimierend erfolgreich

Beim Förderprogramm "Innovative Hochschule" haben 118 Hochschulen Anträge gestellt, nur ein Bruchteil kann gefördert werden. Was tun?

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Artikelbild: Deprimierend erfolgreich

Christian Heilmann: Innovation Drive , CC BY 2.0

BEGEISTERUNG KLINGT ANDERS. Als die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern im vergangenen Mai die "Förderinitiative Innovative Hochschule" beschloss, mahnte die SPD-Fachhochschulexpertin Daniela De Ridder, das Programm dürfe nicht "bloß ein Trostpflaster für fehlende Antragsmöglichkeiten bei der Exzellenzinitiative sein".

De Ridder formulierte, was viele FH-Rektoren dachten: Tolle Idee, aber 55 Millionen Euro Fördervolumen pro Jahr, davon nur zehn Prozent Länderanteil, das wird vorne und hinten nicht reichen. Zum Vergleich: Für die große, mittlerweile "Exzellenzstrategie" genannte Schwester der "Innovativen Hochschule" machen Bund und Länder gemeinsam aufs Jahr gerechnet fast zehnmal so viel locker, und die Länder beteiligen sich mit 25 Prozent. Und während die Exzellenzstrategie nur den forschungsstarken Universitäten offen steht, müssen sich Fachhochschulen und kleine Universitäten die 55 Millionen auch noch teilen.

So kam es, wie es kommen musste: Das Programm ist drastisch überzeichnet. Aktuellen Zahlen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zufolge sind allein in der ersten von zwei Bewerbungsrunden 118 Förderanträge für die "Innovative Hochschule" eingetrudelt. Nur jede fünfte Bewerbung dürfte damit zum Zuge kommen, erwarten Experten wie ...

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Kommentare

#1 -

Christian | Mo., 03.04.2017 - 10:49
Und noch dramatischer wird dies, wenn man bedenkt, dass mit EXIST ein thematisch verwandtes Förderprogramm wegen unverständlicher Gründer erstmal nicht weitergeführt wird und viele vorhandenen Strukturen zusammenbrechen lässt. So wirds nix aus der dritten Mission...

#2 -

Th. Klein | Di., 04.04.2017 - 00:16
Endlich, gut einen Monat nach Einreichungsfrist wird die „Innovative Hochschule“ Gegenstand eines Diskurses in der Wissenschaftswelt und in den Medien. Leider dreht sich, wie so oft, wieder alles nur ums Geld! Unter Verweis auf die potentiellen Verlierer, denen noch vor der ersten Sitzung der Jury eine adäquate Qualität ihres Antrags unterstellt wird, sollen mehr Gewinner generiert werden, also schlicht mehr Geld ins Programm gepumpt werden. Dabei genießen gerade Programme mit geringen Förderquoten, wie bspw. EU-Programme, eine hohe Reputation. Letztlich läuft es also auf eine Verwässerung des Wettbewerbs hinaus. Die sog. „Schwester“ der Exzellenzstrategie würde zur entfernten Verwandten.



Ziemlich blauäugig erscheint ...

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