Noch nicht richtig verstanden
Die Hochschulrektorenkonferenz hat die Idee einer eigenen Organisation für die Lehre in Bausch und Bogen abgelehnt. Die Wissenschaftsratsvorsitzende Martina Brockmeier erklärt, warum die Rektoren ein zweites Mal nachdenken sollten.

Frau Brockmeier, am 2. Mai schlägt der Wissenschaftsrat eine „ bundesweite eigenständige Organisation “ zur Förderung von Innovationen in der Hochschullehre vor, und nur sieben Tage später sagt die Hochschulrektorenkonferenz (HRK): Nicht mit uns . Ein Affront?
Nein, sondern ein Zeichen dafür, dass unser Vorschlag womöglich noch nicht richtig verstanden wurde. Anders als die HRK impliziert, kann es nicht um ein Entweder-Oder gehen. Also entweder eine neue Organisation oder eine auskömmliche Grundfinanzierung der Hochschulen. Wer unser Positionspapier liest, aber auch zahlreiche Stellungnahmen des Wissenschaftsrates aus früheren Jahren, findet darin immer wieder dasselbe Plädoyer: Die Hochschulen müssen natürlich auskömmlich finanziert werden. Natürlich müssen sie dann auch dafür sorgen, dass genug von dem Geld in die Lehre hineinfließt. Aber all das ist, wenn Sie so wollen, nur die Grundvoraussetzung oder „Pflicht“. In unserem Papier „Strategien für die Hochschullehre“ sprechen wir auch von der „Kür“.
Und die Kür ist eine Deutsche Lehrgemeinschaft?
Wir verwenden diesen Begriff bewusst nicht, weil wir unseren Vorschlag möglichst offen formulieren wollten. Wir verstehen ihn ...
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