Da waren es nur noch zwei
Bayerns Regierungschef setzt Kultusminister Ludwig Spaenle ab – und teilt dessen Ministerium auf.
VOR EIN PAAR Tagen erst hatte Konrad Wolf (SPD) die Kultusminister-Statistik vorgerechnet . In nur drei Bundesländern, sagte der rheinland-pfälzische Minister für Kultur und Wissenschaft, gebe es noch den klassischen Ressortzuschnitt "Wissenschaft, Bildung und Kultur." Überall sonst seien die Bereiche in unterschiedliche Ministerien und Konstellationen aufgeteilt. Für Wolf ein Beleg, dass die Kultusministerkonferenz (KMK), die weiter alle drei Themen unter einen Hut zu bringen versucht, dringend ihre Strukturen überdenken müsse.
Seit Mittwoch muss neu kalkuliert werden. Bayerns neuer Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sein Kabinett umgebildet und den bisherigen Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Ludwig Spaenle, entlassen. Das Ministerium wird, welch Überraschung, aufgeteilt: in ein Ministerium für Kultus (mit dem bisherigen Staatssekretär Bernd Silber als neuem Chef) und eines für Wissenschaft und Kunst (mit der Medizinerin Marion Kiechle an der Spitze). Womit auch das letzte große Bundesland die Aufteilung der drei Bereiche vollzieht.
Bleiben noch zwei mit dem klassischen Zuschnitt: Mecklenburg-Vorpommern (Birgit Hesse, SPD) und Schleswig-Holstein (Karin Prien, CDU), das sogar erst im vergangenen Jahr wiedervereint worden ist.
Mit Spaenles Abgang müssen sich die B-Länder in der KMK ...
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