Wer die Wissenschaft schützen will, muss die AfD verbieten
Die Angriffe auf Universitäten in den USA sind ein Warnsignal. Während deutsche Forschungsorganisationen noch Solidaritätsbekundungen formulieren, bläst die AfD zu ihrem eigenen Feldzug gegen die freie Wissenschaft. Zeit zum Handeln. Ein Gastbeitrag von Andreas Fischer-Lescano.

Andreas Fischer-Lescano ist Rechtswissenschaftler, Professor für "Just Transitions" an der Universität Kassel und Richter am Bremischen Staatsgerichtshof. Foto: Matej Meza.
IN DER VERGANGENEN WOCHE hat das US-Heimatschutzministerium bekanntgegeben, der Harvard-Universität künftig die Genehmigung zur Aufnahme internationaler Studierender zu entziehen – ein weiterer Exzess der Wissenschaftsfeindlichkeit in den USA. Er führt der Welt die vom Rechtsextremismus ausgehende Gefahr für die Wissenschaftsfreiheit vor Augen. Es ist höchste Zeit, dass sich deutsche Wissenschaftsinstitutionen nicht nur mit Solidaritätsbekundungen an die USA wenden, sondern sich auch gegen die wachsende Bedrohung für Wissenschaft und Demokratie in Deutschland positionieren.
Wissenschaftsfeindlichkeit
Nach der Streichung von Forschungsgeldern, den Angriffen auf Diversitätsprogramme und dem Versuch, harte Sanktionen gegen Gaza-kritische Proteste auf dem Campus durchzusetzen, ist der Stopp des internationalen Studierendenaustauschs durch die Trump-Regierung die jüngste Eskalation einer Politik der systematischen Untergrabung der Wissenschaftsfreiheit.
So skandalös diese Maßnahmen sind, überraschend kommen sie nicht: Der heutige US-Vizepräsident J.D. Vance gab schon 2021 zu Protokoll : "Die Professoren sind der Feind." ...
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Kommentare
#1 - Auf diesen engagierten Beitrag würde ich gerne eine…
#2 - 1) Die AfD ist eine verantwortungsbewusste, libertäre…
#3 - @ Franka Listersen: Solange es sich um eine sauber…
#4 - Die "freie Wissenschaft", das klingt immer gut. Davon…
#5 - Ich möchte die Gelegenheit nutzen, dass ich den Eindruck…
#6 - Mir scheint, daß bisher dem Anliegen des Autors zu wenig…
#7 - @Wolfgang Kühnel: mir greift hier die schnelle Verbindung…
#8 - Mit Verlaub Herr Fischer-Lescano, wie naiv muss man sein,…
#9 - @8: Was soll man denn sonst denken,als wovon Sie im letzten…
#10 - @4: Die genannten Beispiele für politisch beeinflusste…
#11 - Das ist kein ausgewogener Beitrag. Warum kein Kommentar zum…
#12 - Zu #7:Natürlich ist richtig, dass "gesellschaftsrelevante…
#13 - @ #12: Thema des Kommentars sind Angriffe auf die…
#14 - Wie grundsätzlich wollen wir hier werden? In USA steht…
#15 - Richtiger und wichtiger Beitrag!"Wenn sich Parteipolitik…
#16 - @#11/UhligWeil Antisemitismus und Rassismus in Harvard nur…
#17 - Was für schräge Relationen in einigen Kommentaren
Dass hier in eingen Kommentaren problematische Haltungen (und teils auch Taten) einiger Palästina-Aktivist*innen mit Trumps Agieren oder der realen Gefahr einer Regierungsübernahme der rechtsextremen AfD in Deutschland auf ein Level gesetzt werden, ist eine Absurdität. Im ersten Fall sprechen wir von einer mitunter ins Extremistische kippenden Überreizung der Meinungsfreiheit, mit der unser Gemeinwesen ohne große Probleme fertig werden kann. Bei Trump und der AfD sprechen wir von faschistoidem Staatsumbau und staatlicher Gewalt. Das sind völlig unterschiedliche Kategorien. Wer behauptet, Parteiverbote seien undemokratisch, sollte sich mal mit dem sog. Toleranzparadoxon auseinandersetzen und dann einen Blick ins Grundgesetz werfen. Eine Partei, die ...
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