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Folgt der Wissenschaft, nicht den Länderfürsten

Wofür soll der Bund seine absehbar knappen Investitionsmittel in der Wissenschaft ausgeben? Für die Beantwortung dieser Frage gibt es wissenschaftsgeleitete Verfahren – eines davon droht in den anstehenden Koalitionsverhandlungen unterlaufen zu werden.

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Artikelbild: Folgt der Wissenschaft, nicht den Länderfürsten

Eines der Großvorhaben aus dem letzten Roadmap-Prozess: der Neubau des " Ernst Ruska-Centrums 2.0 " für höchstauflösende Elektronenmikroskope im Forschungszentrum Jülich. Bild: br Planungsbüro Rohling AG.

DIE BUNDESTAGSWAHL ist noch nicht gelaufen, bis Koalitionsverhandlungen starten, dürfte es dauern. Es ist die Zeit der Verbände und Lobbyisten, die Positionspapiere und Forderungskataloge in kaum noch überschaubaren Mengen produzieren. In diese Kategorie reihten sich Ende Januar auch zwei Beschlüsse der Wissenschaftsministerkonferenz (Wissenschafts-MK) ein, die von der nächsten Bundesregierung milliardenschwere Investitionen unter anderem in den Hochschulbau und die KI-Infrastruktur verlangten.

So nervig einem diese Flut gelegentlich erscheinen mag, ist sie sogar Ausdruck eines funktionierenden demokratischen Gemeinwesens, denn hier wird nichts gemauschelt, sondern die unterschiedlichen Interessen werden offen artikuliert und sichtbar gemacht.

Ein wenig komplexer ist das mit dem Gezerre, das, ebenfalls wie immer vor einer solchen Wahl, hinter den Kulissen stattfindet. Innerhalb der einzelnen Parteien, die Aussicht auf eine Regierungsbeteiligung haben, bringen sich die Landesverbände, Ministerpräsidenten und Abgeordnetengruppen in Stellung und versuchen, jeweils für ihr ...

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Kommentare

#1 -

Wolfgang Kühnel | So., 23.02.2025 - 15:16
Das klingt zwar gut, aber ist der Wissenschaftsrat wirklich "unabhängig" und folgt nur dem, was die Wissenschaft sagt?

Mitglieder sind etliche Leiter von Max-Planck-Instituten, Leibniz-Instituten und ähnlichen (die natürlich nicht frei von Eigeninteressen sind), dann auch Vorstandsvorsitzende von Unternehmen, und Frau Allmendinger ist auch Mitglied der SPD und wurde sogar für den SPD-Vorsitz vorgeschlagen (lt. Wikipedia). Jetzt ist sie Mitglied des WR als "Persönlichkeit des öffentlichen Lebens", und diese werden von der Bundesregierung und den Ländern vorgeschlagen.

Ich vermute, ein überparteiliches, rein der Wissenschaft verpflichtetes Gremium ist Illusion. Es geht auch dort um politische Duftmarken.

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