Amerikas Abschreckungseffekt
Die Politik der Trump-Regierung trifft die US-Hochschulen jetzt auch bei der Zahl der internationalen Studierenden. Der Rückgang bei den Neueinschreibungen ist massiv.

Bild: freepik.
STUDIENBEWERBER, die vor Visumserteilung ihre Konten in den Sozialen Medien öffentlich stellen müssen, damit die US-Behörden "feindselige" Posts herausfiltern können. Vermummte ICE-Agenten, die Studierende festnehmen, darunter die Doktorandin Rümeysa Öztürk, die nach einem kritischen Artikel in der Uni-Zeitung in Handschellen abgeführt wurde. Oder der Versuch des Department of Homeland Security, Harvard die Zulassung zur Aufnahme internationaler Studierender zu entziehen – ein Schritt, den erst ein Bundesgericht vorerst stoppte. Verbunden mit all den anderen Übergriffen auf US-Hochschulen, mit gekappten Fördergeldern und dem Infragestellen ganzer Wissenschaftsdisziplinen war absehbar, dass dies massive Folgen haben würde für die Attraktivität der Vereinigten Staaten als Ziel internationaler Studierender.
Jetzt liegen erste Zahlen vor. Das Institute of International Education (IIE) hat am Montag seinen jährlichen " Open Doors "-Bericht veröffentlicht, eine detaillierte Übersicht über die internationalen Studierendenströme – ergänzt um eine aktuelle Abfrage zur Lage im laufenden Studienjahr. Und dort zeigt sich der Bruch, den viele erwartet hatten: Die Neueinschreibungen internationaler Studierender in den USA sind im Herbst 2025 um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Und das zusätzlich zu dem Minus ...
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