Standhaft bleiben lohnt sich
Warum zwei Gerichtsentscheide aus den USA mehr sind als Randnotizen – und was sie über den Zustand von Wissenschaft, Politik und Hoffnung sagen.

Bild: freepik.
WER ZU BEGINN des neuen Jahres nach guten Nachrichten sucht, musste sie zwischen harten Kontrasten finden: zwischen Donald Trumps offenem Völkerrechtsbruch in Venezuela, seiner verstörenden Grönland-Rhetorik und einer Europäischen Union, die wie gelähmt vor ihrer vielleicht größten Bewährungsprobe steht.
Wie wäre es also mit dieser: Mit Verweis auf die Nachrichtenagentur Reuters berichtete unter anderem Forschung & Lehre , dass die US-Regierung vor Gericht eine empfindliche Niederlage erlitten hat. Ein Berufungsgericht – in den USA die zweite Instanz – entschied in Boston, dass die National Institutes of Health (NIH) die sogenannten Overheads in der Forschungsförderung nicht pauschal auf 15 Prozent deckeln dürfen. Eine solche Begrenzung sei "willkürlich und unberechtigt" und verstoße gegen geltendes Recht, befanden die Richter. Damit bestätigten sie eine einstweilige Verfügung der Vorinstanz aus dem März 2025.
Für die Universitäten geht es dabei um Milliardenbeträge. Doch fast noch gravierender war eine zweite Entwicklung, die in der öffentlichen Wahrnehmung deutlich weniger Aufmerksamkeit bekam.
Juristisches Tauziehen und emotionale Fallhöhe
Hunderte Förderanträge waren zuvor von den NIH abgelehnt worden, weil die Trump-Regierung ihre ...
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