Mehr Kooperation, mehr Daten, mehr Erwartungen
Nach schwachen Schülerleistungen verständigen sich Bund und Länder auf eine gemeinsame Roadmap. Mit der Nennung konkreter Zielmarken für die Bildungspolitik aber tun sie sich noch schwer. Dafür signalisieren sie Einigkeit beim Thema datengestützter Unterricht und bemühen sich um Differenzierung in der Social-Media-Debatte. Sachsens Kritik an der Lehrer-Verbeamtung erteilen die Länder eine deutliche Absage.

BEI DER SITZUNG der KMK-Bildungsministerkonferenz am Donnerstagmorgen in Berlin haben sich Bund und Länder wie erwartet auf eine gemeinsame Roadmap geeinigt, die zuvor auf Staatssekretärsebene erarbeitet wurde. "Gemeinsames langfristiges Ziel", heißt es in der Präambel des Textes, "innerhalb der nächsten zehn Jahre den Anteil der Schülerinnen und Schüler, die die Mindest- und Regelstandards in Deutsch und Mathematik nicht erreichen, sowie die Zahl der Schulabgänge ohne Schulabschluss deutlich zu reduzieren und zugleich die Leistungsspitze gezielt zu fördern."
Die Roadmap beschreibt sieben zentrale Handlungsfelder, die alle Ebenen des Bildungssystems betreffen und laut Ministern in ihrem Zusammenwirken die Bildungsqualität nachhaltig verbessern sollen. Dazu gehörten insbesondere die datengestützte Qualitätsentwicklung von Schule und Unterricht, die Verbesserung der Lernvoraussetzungen von Schülerinnen und Schülern sowie die Stärkung der Bildungsforschung, betonten Bund und Länder. Entscheidend sei, dass die Maßnahmen künftig stärker aufeinander abgestimmt würden und als "kohärentes Gesamtsystem" wirkten.
Hintergrund der ...
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Kommentare
#1 - Überwältigende Mehrheiten
Eine "überwältigende Mehrheit der Länder sieht keinen Anlass für eine Änderung und hält weiterhin uneingeschränkt an der Verbeamtung fest." Aha. Interessieren sich, so muss man sich schon fragen, die Minister*innen - ab und zu, gelegentlich, vielleicht - für die Meinung der Bürgerinnen und Bürger in diesem Land dazu? "Eine überwältigende Mehrheit von 81,4 Prozent der Befragten ist laut Umfrage der Meinung, dass neu eingestellte Staatsbedienstete Teil der gesetzlichen Rentenversicherung werden sollten, anstatt weiterhin Beamtenpensionen zu erhalten." https://www.news4teachers.de/2025/05/umfrage-mehrheit-der-buerger-moechte-lehrkraeften-den-beamtenstatus-streichen/
#1.1 - Umfragen und Populismus
Das kann man so sehen. Aber haben Sie auch gut begründete Kriterien, für WELCHE Themen bei Umfragen im Volke das gelten soll? Das Umfragevolk möchte z.B. auch mehrheitlich
-- weniger unkontrollierte Zuwanderung durch Asyl haben,
-- die "inklusive eine Schule für alle" lieber nicht als obligatorisch einführen,
-- das Gendersternchen lieber nicht verwenden,
-- das Ehegattensplitting lieber behalten,
-- den berüchtigten "Mittelstandsbauch" bei der Steuerprogression lieber abschaffen, der die Normalverdiener übermäßig belastet,
-- legale Sterbehilfe ohne bürokratische Hürden haben (das hat sogar das Bundesverfassungsgericht angemahnt),
-- lieber kein Chaos beim Heizungsgesetz haben, nachdem noch vor 20 Jahren Gasheizungen ausdrücklich empfohlen ...
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