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Ungeimpfte Kinder erkranken seltener schwer als geimpfte Erwachsene

Wie die Pandemielage in Krankenhäusern und Intensivstationen aussieht, was das für die Debatte über künftige Corona-Grenzwerte, die Rechte Ungeimpfter und Schulschließungen bedeutet: eine Analyse vor der Krisenkonferenz der Regierungschefs.

Foto: fill / Pixabay.

HEUTE AB 12.30 UHR entscheidet sich, wie Deutschland in die nächsten Monate geht. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trifft sich mit den Ministerpräsidenten zur vorgezogenen Corona-Krisenkonferenz, per Video, versteht sich. Gut möglich, dass es für die scheidende Regierungschefin ihre letzte Runde dieser Art ist. Noch wahrscheinlicher allerdings ist, dass das nicht so sein wird. 

 

Es geht um die Frage, ob die Corona-Inzidenzen in ihrer bisherigen Form ausgedient haben angesichts steigender Impfquoten. Und, falls Merkel & Co sie mit "Ja" beantworten sollten, um die Anschlussfrage, welche Messwerte an ihre Stelle treten sollten, um den Ernst der Corona-Lage künftig einschätzen zu können. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen plus die Zahl der Krankenhauseinweisungen plus die Zahl der Intensivpatienten? Aber welche Formel soll sie so verbinden, dass am Ende ein sinnvolles und aussagekräftiges Ganzes dabei herauskommt? Wie kann oder muss dabei zwischen Altersgruppen und Impfstatus unterschieden werden?

 

Apropos Impfstatus: Wie kann die Impfkampagne neuen Schub bekommen? Eine Impfpflicht scheint vom Tisch zu sein, aber wie wollen die Regierungschefs Druck erzeugen? Indem sie beschließen, dass künftige Lockdowns nur oder verstärkt für Ungeimpfte gelten? Dass Geimpfte im Alltag weniger Einschränkungen erhalten? Gilt das dann auch im Verhältnis zu den Getesteten? Und wenn ja, was bedeutet das für die Kinder, die noch gar nicht geimpft werden können – und für Jugendliche, solange die Ständige Impfkommission ihre Impfung noch nicht empfiehlt?

 

Es verspricht also ein langer Tag für Merkel und ihre Länderkollegen zu werden. Zeit genug, um sich die aktuellen Statistiken der Pandemie anzuschauen und ein paar Schlussfolgerungen daraus zu ziehen.

 

1. Die Corona-Dynamik zieht wieder an 

In der am Sonntag zu Ende gegangenen Kalenderwoche 31 registrierte das Robert-Koch-Institut (RKI) 19.965 Neuinfektionen, das ist ein Plus von 29,3 Prozent zur Vorwoche (KW 30). Damit erhöhte sich die Wachstumsgeschwindigkeit wieder: Zwischen Kalenderwoche 30 und 29 lag der Zuwachs noch bei 22,8 Prozent, zwischen Kalenderwoche 29 und 28 dagegen bei 38,9 Prozent und zwischen Kalenderwoche 28 und 27 bei 63,2 Prozent. Wegen der über Wochen nachlassenden Dynamik (auch in etlichen Nachbarländern) hatte ich vor einer Woche noch gehofft, dass das Wachstum bald gegen null gehen würde. Doch diese Hoffnung erfüllte sich nicht. Warum? Ein paar Hinweise folgen gleich.

 

2. Wie stark der Urlaub die Infektionen treibt

In drei Bundesländern sind in der vergangenen Woche bereits die Sommerferien zu Ende gegangen: in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg. In zwei weiteren endeten sie gestern: in Berlin und in Brandenburg. Insofern liefern die Corona-Meldezahlen der vergangenen Kalenderwoche 31 praktisch ihre Ferien-Abschlussbilanz. Und die ist atemberaubend. Im Vergleich zur Vorwoche stiegen die registrierten Neuinfektionen in diesen fünf Ländern um 60,3 Prozent. Mehr als doppelt so schnell wie der Schnitt aller Bundesländer. Besonders eklatant fällt der Vergleich zu den beiden großen Bundesländern aus, Bayern und Baden-Württemberg, die vergangene Woche zwar ihre ersten Sommerferientage hatten – die sich aufgrund der Inkubationszeit aber noch nicht auf die Meldezahlen auswirken konnten. Hier registrierte das RKI binnen einer Woche ein Corona-Fallwachstum von nur 11,9 Prozent. 

 

3. Was bei den Kindern und Jugendlichen vor sich geht

Das mit Abstand stärkste Wachstum verbuchte das RKI innerhalb der vergangenen Woche erneut bei den Kindern und Jugendlichen. Altersgruppe 0 bis 4: +42,9 Prozent. 5 bis 14: +51,0 Prozent. Und das bei dem erwähnten gesamtgesellschaftlichem Plus von 29,3 Prozent. Was ist das los?

 

Zweierlei: Erstens hat der Urlaub tatsächlich die Infektionen bei den Unter-15-Jährigen getrieben. Über Wochen verzeichneten die Sommerferien-Länder ein weitaus stärkeres Fall-Wachstum bei den Schülern als diejenigen Länder, wo die Kinder und Jugendliche noch zur Schule mussten. Zweitens: Jetzt kommen in den Ländern, wo die Schule wieder anfängt, wieder die Pflichttest dazu. Und wie gut diese als Sicherheitsmaßnahme wirken, zeigt sich an den Zahlen aus Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg: Dort schossen die gemeldeten Neuinfektionen in der ersten Schul- und Testwoche bei den 5- bis 14-Jährigen um 145 (!) Prozent zur Vorwoche hoch. Alles noch Ansteckungen aus der Ferienzeit. Im Vergleich zu 51 Prozent mehr Neuinfektionen in dieser Altersgruppe bundesweit. Und zu nur 3,1 Prozent mehr in Bayern und Baden-Württemberg. Wobei man fairerweise hinzufügen muss, dass in den letztgenannten Ländern die Pflichttests in der ersten Ferienwoche erstmals wegfielen, was den genau umgekehrten, eben einen dämpfenden Effekt auf die Zahlen gehabt haben dürfte. 

 

Um zu sehen, welche starken Auswirkungen die Sommerferien insgesamt auf die Meldezahlen der Kinder hatten, hilft der Vergleich zwischen der letzten Vorferienwoche mit Pflichttests (Kalenderwoche 24) mit der vergangenen Kalenderwoche 31, in der wieder Pflichttests stattfanden. Und nun wird es wahrhaft dramatisch. Die Ferien- und Urlaubszeit (nicht der Unterricht!) hat in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg die Zahl der wöchentlich registrierten Corona-Fälle in anderthalb Monaten um 889 Prozent (5- bis 14-Jährige) bzw. 989 Prozent (15- bis 19-Jährige) explodieren lassen. Bei einem gesamtgesellschaftlichen Fallwachstum von 580 Prozent. Das ist die Ferien-Abschlussbilanz nach sieben Wochen – für all jene, die dachten, die Ferien würden das Fallwachstum bremsen. Nochmal zum Vergleich die Zahlen aus Bayern und Baden-Württemberg für den selben Zeitraum: -5 Prozent bei den 5- bis 14-Jährigen und +54 Prozent bei den 15- bis 19-Jährigen. Nein, Sie haben sich nicht verlesen. Das ist das Ergebnis nach sieben weiteren Wochen Unterricht. Übrigens lagen die Corona-Inzidenzen in Bayern und Baden-Württemberg vor sieben Wochen noch deutlich höher als in den Nordländern. 

 

Ob dies zur Kenntnis genommen wird, bevor jetzt die nächste Debatte über die Rolle der Schulen im Infektionsgeschehen folgt?

 

4. Die Älteren koppeln sich nicht mehr ab 

Die Über-50-Jährigen sind ganz überwiegend doppelt geimpft. Die gute Nachricht: Ihre absoluten Corona-Zahlen lagen auch in der vergangenen Woche auf niedrigem Niveau: 3.084 von insgesamt 19.965 gemeldeten Neuinfektionen. Allerdings: Im Vergleich zu vier Wochen davor steht auch für die Über-50-Jährigen ein Plus von 211 Prozent zu Buche. Das ist immer noch unter dem Schnitt der Gesamtbevölkerung (259 Prozent), aber nicht mehr sehr weit unterhalb. Das gilt leider auch für die besonders gefährdeten Über-80-Jährigen: absolut in der vergangenen Wochen nur 322 Meldefälle. Das sind allerdings 250 Prozent mehr als vor vier Wochen. Obwohl über 85 Prozent der Über-80-Jährigen doppelt geimpft sind. Wie das sein kann? Weil die Zahl der Impfdurchbrüche zunimmt. Für die Kalenderwochen 27 bis 30 registrierte das RKI bei den Über-60-Jährigen 1.790 solche Fälle, in denen doppelt Geimpfte sich dennoch mit dem Virus infizierten. Und auch wenn die Impfungen schwere Verläufe überwiegend verhindern, nehmen diese dennoch wieder zu, was sich in der steigenden Zahl der Krankenhauseinweisungen auch bei den Älteren zeigt.

 

5. Belegung der Intensivstationen wächst langsam

Für gestern meldete das Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) 455 Corona-Patienten auf deutschen Intensivstationen. Das sind gut hundert mehr als der tiefste Stand Ende Juli. Zu Beginn der zweiten Corona-Welle im Frühherbst 2020 waren es sogar noch ein paar Patienten weniger, aber ihre Zahl stieg dann rasant. Droht jetzt ähnliches, oder verhindern die Impfungen das Schlimmste? Das ist zumindest die Hoffnung. Tatsächlich zeigt der Vergleich mit vergangenem Jahr: Da wurden die heutige Corona-Inzidenz von 23,5 am 10. Oktober (24,3) erreicht, da waren es jedoch schon 532 Intensiv-Patienten.

 

Wobei dieser Vergleich hinkt, nicht nur weil die Inzidenzen dieses und vergangenes Jahr aufgrund von Testhäufigkeiten und -verteilung nicht zwangsläufig dasselbe bedeuten. Sondern auch und vor allem, weil die heutigen Intensiv-Patienten sich schon vor mindestens zwei, drei oder mehr Wochen angesteckt haben. Heute vor zwei Wochen lag die Inzidenz bei 14,5, vor drei Wochen bei 10,9. Im vergangenen Jahr, als 449 Intensiv-Patienten gezählt wurden, war der 6. Oktober. Die Inzidenz zwei Wochen vorher: 13,5. Und drei Wochen vorher: 10,4. Woraus folgt: Noch zeigen die aktuellen DIVI-Daten also nicht, welchen positiven Einfluss die Impfungen auf die Belegung der Intensivstationen haben werden.

 

6. Krankenhauseinweisungen niedrig, Tendenz steigend

Die RKI-Zahlen zu den Hospitalisierungen hängen immer ein paar Tage hinterher, auch sind sie nicht ganz vollständig. Für Kalenderwoche 30 werden insgesamt 468 Fälle registriert, davon betreffen 102 die 60- bis 79-Jährigen und 69 die Über-80-Jährigen. Auch hier ist der Vergleich mit der Woche vom 6. Oktober 2020 interessant: Denn plötzlich ist der Impfunterschied doch frappierend. Damals gab es als Folge derselben Inzidenz bereits 1609 Krankenhauseinweisungen, davon 508 bei den 60- bis 79-Jährigen und 356 Über-80-Jährige. Während die Krankenhaus-Zahlen bei etwa bei den 0- bis 4 Jährigen (21 in 2020, 17 aktuell) und den 5- bis 14-Jährigen (17 versus 15) auf demselben –niedrigen – Niveau blieben.

 

7. Schwere Erkrankungen bei Kindern seltener als bei geimpften Älteren

Die beeindruckende Statistik zu den Krankenhauseinweisungen ändert indes nichts an einer anderen Erkenntnis, die hoffentlich in die Wahrnehmung der Regierungschefs rückt: Die Wahrscheinlichkeit, in der Altersgruppe der 60- bis 79-Jährigen wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt werden zu müssen, liegt immer noch fast dreimal so hoch wie bei den 5- bis 14- Jährigen. Obwohl erstere fast überwiegend und letztere fast noch gar nicht geimpft sind. Das zeigt die 7-Tages-Inzidenz zu den Hospitalisierungen, die das RKI neuerdings angibt. In Kalenderwoche 30 bei den 5- bis 14-Jährigen: 0,20 pro 100.000 Einwohner. Bei den 60- bis 79-Jährigen: 0,56. Und bei den Über-80-Jährigen (die fast alle doppelt geimpft sind) sogar 1,21. Zur weiteren Einordnung: Die teilweise doppelt geimpften 35 bis 59-Jährigen kommen auf eine Inzidenz von 0,54.

 

Man kann diese Zahlen auch ins Verhältnis zu den gemeldeten Infektionen setzen. Auf 114 registrierte Neuinfektionen in Kalenderwoche 30 kam bei den 5- bis 14-Jährigen eine Hospitalisierung. Bei den 60- bis 79-Jährigen kam ein Krankenhausfall dagegen auf sechs Neuinfektionen. Und bei den Über-80-Jährigen war es eine Hospitalisierung pro fünf Neuinfektionen. Wobei in allen Altersgruppen damit der Anteil der Krankenhauseinweisungen überschätzt wird – weil ja Ansteckungen und Einweisungen nicht in derselben Woche stattfinden. Entscheidend aber ist: Infizierte Kinder und Jugendliche ohne Impfung haben (gemessen anhand der Meldezahlen) eine fast 20-mal niedriges Risiko, wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus zu müssen, als die zumeist geimpften Ältere. Damit ist noch nichts gesagt über Fälle von Long Covid oder PIMS, deren Dimensionen bei Kindern und Jugendlichen immer noch unklar sind (siehe hierzu auch die Studie COVID-SCHULEN). Doch da es Long Covid auch und gerade bei Erwachsenen gibt, ändert dies nichts an den Vergleichsmaßstäben.

 

8. Behandelt Kinder wie Geimpfte, erhöht den Druck auf Ungeimpfte und findet eine neue Corona-Formel

Zu hoffen ist, dass die Debatte der Regierungschefs heute faktenbasiert verläuft. Dann nämlich würde folgendes deutlich: Die Corona-Dynamik schwächt sich derzeit nicht ab, sondern sie wird vor allem durch die Urlaubszeit immer weiter getrieben. Weshalb sich Bund und Ländern vorwerfen lassen müssen, trotz ähnlicher Erfahrungen im vergangenen Jahr gepennt zu haben. Sie haben, während sie vielfach über die Rolle der Schulen diskutierten, versäumt, den Urlaubern stärker ins Gewissen zu reden und rechtzeitig noch stärkere Test- und Quarantäneregeln für die Reiserückkehrer zu installieren. 

 

Deutlich wird auch: Das Verhältnis zwischen Inzidenzwerten und der Zahl der Krankenhauseinweisungen ändert sich dank der Impfungen dramatisch. Noch lässt sich dies nicht an der Belegung der Intensivstationen nachweisen, doch liegt die Vermutung nahe, dass genau das in den nächsten Wochen der Fall sein wird. Die Ungeimpften sind es, die überwiegend die Krankenhäuser füllen werden. Hinzu kommt allerdings aufgrund der wachsenden Zahl der Impfdurchbrüche (wachsend vor allem, weil einfach immer mehr Menschen geimpft sind) auch eine größere Zahl schwerer erkrankter Geimpfter. Doch bleibt sie dramatisch hinter den Werten des vergangenen Jahres und vor allem hinter der Menge der Umgeimpften zurück.

 

Weshalb es nur fair und angemessen ist, den Druck auf die Ungeimpften zu erhöhen – wenn die Politik sich schon nicht zu einer Impfpflicht durchringen kann. Ganz sicher geht nicht an, dass am Ende die Ungeimpften die Geimpften in den nächsten Lockdown zerren. Dieser sollte dann den Ungeimpften vorbehalten sein, die noch dazu für ihre Tests selbst zahlen sollten.

 

Wobei Ungeimpfte nicht gleich Ungeimpfte sind. Nicht geimpfte Kinder erkranken seltener und seltener schwer als geimpfte Über-60-Jährige. Ihr natürliches Immunsystem schützt sie offenbar stärker als die Älteren eine Impfung. Weshalb man alle Freiheitsrechte, die man geimpften Älteren gibt, automatisch auch den Kindern und Jugendlichen zugestehen muss. Alles Andere wäre eine Diskriminierung, die auch vor Gericht kaum Bestand haben würde. Wie unfair unsere Gesellschaft derzeit ihre Jüngsten noch behandelt, sieht man zum Beispiel daran, dass Berlin trotz hoher Inzidenz-Zahlen 11.000 Fans zum Union-Fußballspiel lässt, aber zu Einschulungsfeiern nur engste Familienangehörige kommen dürfen, woraufhin die Journalistin Henrike Roßbach heute Morgen in einem Tweet hinwies. 

 

Dass Kinder und Jugendliche sich infizieren und auch andere infizieren können, ist ein Fakt. Die Debatte, wie häufig sie beides tun, ist jedoch von gestern. Denn wenn sie selbst so selten schwer erkranken und alle gesunden Erwachsene sich längst hätten doppelt impfen lassen können, fällt das letzte (für mich ohnehin nie ausreichende) Argument für fremdnützige Schulschließungen weg. Auch und gerade juristisch gesehen. Es bleibt einzig und allein die Abwägung, ob das Risiko von Corona-Infektionen für Kinder die sozialpsychologischen Schäden teilweiser oder kompletter Schulschließungen überwiegt. Bisher haben die Verbände der Kinder- und Jugendmediziner diese Frage stets eindeutig mit Nein beantwortet. Auch die Quarantäne ganzer Schulklassen bei einem Infektionsfall – wie vom RKI vorgeschlagen – würde vor diesem Hintergrund eine unangemessene Einschränkung der Kinder und Jugendlichen bedeuten.

 

Natürlich müssen für Kinder, die selbst zu einer Risikogruppe zählen oder deren Familienmitglieder sich aus gesundheitlichen Gründen nicht haben impfen lassen können, Sonderregelungen gefunden werden. Zum Beispiel ein Aussetzen der Präsenzpflicht.

 

Jedenfalls sollten Kitas und Schulen künftig auch bei hohen und sehr hohen Inzidenzen unter Kindern und Jugendlichen voll geöffnet bleiben – zumindest solange die (gesundheitlich stärker gefährdeten geimpften) Erwachsenen weiter ihre Sozial- und Teilhaberechte genießen dürfen. 

 

Für all das müssen Merkel und die Ministerpräsidenten heute Nachmittag Regelungen finden. Fest steht: Die Inzidenz-Grenzwerte, wie wir sie kennen, haben ausgedient. Zu Recht. 





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Kommentare: 3
  • #1

    Jens Dorfmüller (Dienstag, 10 August 2021 21:47)

    Wenn es eigentlich legitim wäre ungeimpfte Kinder unter 12 Jahren mit geimpften über 60-jährigen gleichzustellen, sollten diese Kinder bei einem Kontakt mit einem Infizierten nicht mehr in Quarantäne gehen müssen. Nur, gegen wen muss ich wo klagen um eine gerichtliche Überprüfung der Regelung zu erreichen falls mein Kind im Herbst mal wieder in Quarantäne geschickt wird? Auf dem letzten Bescheid für eine Absonderungsanordnung für mein Kind finde ich keinen Hinweis auf eine Widerspruchsmöglichkeit.

  • #2

    Andreas Schulze-Bonhage (Mittwoch, 11 August 2021 10:31)

    Dass eine Corona-Impfung auch Kinder vor schweren Verläufen schützt, ist trivial. Es wäre sonst die erste Impfung, die Erwachsene, nicht aber Kinder schützt.
    Die Diskussion kann nur sein, ob Kinder auch ohne Impfung so selten schwere Verläufe haben, dass eine Impfung nicht erforderlich ist.
    Dies scheint jedoch zumindest in Einzelfällen nicht der Fall zu sein. Zieht man die sozialen Folgen fehlender Impfungen gerade auch für Kinder in Betracht, so ist die Zurückhaltung bei der Impfung von Kindern schwer verständlich.

  • #3

    Ines (Mittwoch, 18 August 2021 10:31)

    Herr Schulze-Bonhagen, der Vergleich hinkt. Die Impfung führt bei einigen Kindern zu einer Herzmuskelentzündung und es gibt keine Daten für die Langzeitfolgen. Insofern ist es mehr als sinnvoll Kinder nicht zu impfen, aber Erwachsene und Senioren schon.