Achtung, es wird heiß
Wie Markus Söder mit seinen Kernfusions-Milliardenplänen den Wettbewerb um die Fusionshubs aufmischt – und CSU Forschungsministerin Bär erneut in Bedrängnis bringt.

Große Ambitionen: In den 2030er Jahren soll der Demonstrationsreaktor "Alpha" laufen. Foto: Screenshot der Website von "Proxima Fusion".
DER NEUE MOVE von Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder scheint einmal mehr den Satz zu bestätigen: Wer solche Parteifreunde hat, braucht keine Feinde mehr.
Es ist gerade einmal gut zwei Monate her, dass Söder vom Parteitags-Rednerpodium Dorothee Bär zurief: "Wir erwarten uns nicht viel von dir, aber viel Geld nach Bayern, liebe Doro. Das wäre schön." Die CSU-Bundesforschungsministerin hatte gerade begonnen, das diesbezügliche Misstrauen ihrer Länderkollegen mühsam, aber durchaus erfolgreich zu zerstreuen – und dann das. Söder habe sie inzwischen um Entschuldigung gebeten, ließ Bär Wochen später wissen.
Doch jetzt unterzeichnet Söder – wiederum maximal öffentlichkeitswirksam – mit Vertretern des Energiekonzerns RWE, des Münchner Start-ups Proxima Fusion und des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) eine Absichtserklärung, die vor Ambitionen nur so strotzt. Einen Demonstrationsreaktor für Kernfusion namens "Alpha" will man gemeinsam bauen am Standort des IPP in Garching bei München, nach dem sogenannten Stellerator-Prinzip, und er soll der erste werden, dessen Plasma mehr Energie produziert, als in ...
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Kommentare
#1 - Bei Inkompetenz - einfach Flucht nach vorn!
Ein Bundesland, das inklusive seiner Forschungseinrichtungen seit fast sechs Jahren nicht in der Lage ist, mit dem Forschungsreaktor FRM II in Garching bei München die einzige nationale Neutronenquelle zum Laufen zu bringen - aus wie vielen Gründen auch immer (siehe gerade wieder Artikel vom 14.01.2026, https://www.merkur.de/lokales/muenchen-lk/garching-forschungsreaktor-seit-fast-sechs-jahren-stillgelegt-wann-laeuft-der-reaktor-wieder-94120976.html) postuliert nun einfach mal seine Führerschaft beim nächsten kerntechnischen Großprojekt. Motto: Fake it till you make it. Man kann dem BMFTE und der GWK ob derartiger milliardenschwerer Anfälle von Größenwahn aus Bayern nur eine gehörige Portion Resilienz wünschen!
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