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Die Hochschulen müssen kreativer werden

Die Befristungsquote in der Wissenschaft verharrt auf Rekordniveau, so vermeldet es der heute veröffentlichte "Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs". Der Soziologe Karl Ulrich Mayer sagt, woran das liegt – und warum die Lage sich bald bessern könnte.

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Artikelbild: Die Hochschulen müssen kreativer werden
Karl Ulrich Mayer leitet den wissenschaftlichen Beirat des Berichts.

Professor Mayer, bitte helfen Sie mir bei der Suche.

Der Suche wonach?

Nach den positiven Nachrichten im heute veröffentlichen „Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2017“.

Es gibt ganz viele gute Nachrichten in dem Bericht. Zum Beispiel:Deutschland ist Weltmeister in der Produktion von wissenschaftlichen Höchstqualifikationen. 2015 gab es rund 28.000 abgeschlossene Promotionen. Es ist absehbar, dass es in wenigen Jahren mehr als 35.000 sein werden.

Ist das positiv? Viele sagen, es gebe schon viel zu viel Promovierte.

Dieser Meinung bin ich nicht. Eine Promotion ist hervorragend investierte Lebenszeit – ganz gleich, ob man danach in der Wissenschaft bleibt oder nicht. Ich denke eher, dass etwa die USA ein Problem haben mit gerade einmal 53.000 Promovierten pro Jahr, von denen auch noch die Hälfte aus dem Ausland stammen. Eine weitere gute Nachricht im Bericht ist, dass ein großer Anteil der Nachwuchswissenschaftler ihre Tätigkeit hochattraktiv findet und damit sehr zufrieden ist. Ebenso erfreulich ist, dass sich die Internationalisierung verstärkt: Die Zahl der Ausländer unter den Nachwuchswissenschaftlern hat sich in den vergangenen Jahren verdoppelt. >>


DIE WICHTIGSTEN ERGEBNISSE UND HINTERGRÜNDE

DES BUNDESBERICHTS FINDEN SIE HIER.


>> Aber die Beschäftigungsbedingungen bleiben mies. Wenn man die Zahlen und Statistiken in der ...

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Kommentare

#1 -

Edith Riedel | Fr., 17.02.2017 - 20:27
"Ich glaube, die Imboden-Kommission lag richtig mit ihrer Einschätzung, dass die organisatorische Verantwortung für die Promotionsphase eine Standardaufgabe der Hochschulen ist und insofern nicht über Projektmittel finanziert werden sollte. Gleichzeitig ist es eine Tatsache, dass die Hochschulen nicht das Geld haben, um ihre Aufgabe hier zu erfüllen. Insofern hängen die Graduiertenschulen tatsächlich in der Luft."



Ja, die Graduiertenschulen hängen in der Luft.



Einen Teil ihrer Aufgabe haben sie erfüllt: sie haben vielerorts qualitätssichernde Prozesse im Bereich der Promovierendenausbildung und -betreuung anstoßen können und sind für manche "modernere" Promotionsordnung und auch für Änderungen in Betreuungskonzepten verantwortlich.



Der andere Teil ihrer Aufgabe, ...

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