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Die Voraussetzung von Exzellenz

Nur wenn alle Menschen die gleiche Chance haben, ihr Talent zu entfalten, können Hochschulen ihre maximale Leistung bringen. Sparmaßnahmen bei Inklusion und Teilhabe widersprächen darum nicht nur Fairness und Menschenrechten, sie wären ein strategischer Fehler. Ein Gastbeitrag von Katharina Zilles, Isolde Karle, Andrea Kaus und Michaela Kusal.
Vektorgrafik zeigt eine Gruppe Menschen unterschiedlicher Professionen, zum Teil mit Beeintraechtigungen.

Grafik: redgreystock / freepik.

IN DEN VERGANGENEN MONATEN hat eine durch das Bundeskanzleramt koordinierte Arbeitsgruppe Vorschläge   erarbeitet, um insbesondere im Bereich der Inklusion sowie der Kinder- und Jugendhilfe Kosten einzusparen. Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat die Liste Mitte April veröffentlicht. Viele der Maßnahmenvorschläge – von Kürzungen bei der Schulbegleitung behinderter Kinder bis zur Einschränkung des Unterhaltsvorschusses für Alleinerziehende – sind sehr weitreichend. Sie träfen, würden sie umgesetzt, insbesondere Menschen mit Beeinträchtigungen oder Alleinerziehende unverhältnismäßig hart.

Auch die Hochschule wäre als Bildungsinstitution, als Arbeitgeberin und soziales Umfeld von Menschen mit Behinderung von mehreren der Kürzungsvorschläge betroffen:

Die Leistungen zur Teilhabe in der Bildung, auf die Behinderte nach SGB IX §112 Anspruch haben sollen demnach in die Verantwortung der einzelnen Hochschulen übergehen. Das bedeutet, dass eine benötigte Studienassistenz, Mobilitätshilfen zum Besuch der Hochschule sowie passgenaue Hilfsmittel für behinderte Studierende durch die Universitäten – statt wie bisher durch Städte, Landkreise oder ...

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Kommentare

#1 -

Wolfgang Kühnel | Di., 05.05.2026 - 17:50

Körperbehinderte werden an Schulen und Hochschulen doch hauptsächlich durch viele Treppen und wenige Aufzüge behindert und ausgegrenzt. Ich kenne Universitätsgebäude ohne eine Behindertentoilette. Allerdings bezieht sich die "Diversität" -- soweit ich das verstanden habe -- hauptsächlich auf die sexuelle Orientierung im Sinne der LSBTIQ-Community. Kann jemand erklären, was das mit wissenschaftlicher Exzellenz zu tun haben soll? Spielt das bei Zulassung zum Studium, bei Stipendien oder bei der Besetzung von Stellen eine Rolle, war die sexuelle Orientierung von Individuen überhaupt je aktenkundig? Als Mitglied von Auswahlkommissionen wollte ich überhaupt nicht wissen, wer da schwul oder lesbisch oder sonstwas ist. Frauen werden ...

#1.1 -

Kaktus | Mo., 11.05.2026 - 01:36

Antwort auf von Wolfgang Kühnel (nicht überprüft)

Falsch, Frauen werden auf den Papier hoechstens bevorzugt. Das Resultat am Ende ist immer noch das gleiche - zu wenige Frauen in  der Wissenschaft nach dem PhD, z.B. in STEM. Sonst waeren wir schon laengst bei mehr als 50%, denn mehr Frauen studieren.

Falls Sie ein Problem mit der Bevorzugung von Frauen durch Quote haben:  Da lässt sich nur sagen, Männer wollen seit Jahrzehnten nicht ihre Buddy-Clubs teilen.  Aber sie wollten wohl offenbar nicht und deswegen lieber Quote.



Das Ausgrenzen von Frauen nimmt unter den Menschen mit rechter Einstellung wieder zu. 



"Kann jemand erklären, was das mit wissenschaftlicher Exzellenz zu ...

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