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Make Bundesausbildungsförderungsgesetz "total sexy" again

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär würde dem BAföG am liebsten einen neuen Namen geben. Doch nicht der Name ist das Problem, sondern was die Politik aus dem BAföG gemacht hat.
Das Wort Bundesausbildungsförderungsgesetz in Weiß auf Beere mit Silbentrennung.

WAS IST EIN "GALGENMÄNNCHENWORT"? Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hat da einen Favoriten: Bundesausbildungsförderungsgesetz. Das klinge "nicht total sexy", sagte die CSU-Politikerin im ARD-Interview der Woche . Sie könne sich da einen neuen Namen vorstellen, weil sie "ganz oft" erlebe, "dass das jetzt in Studierendenkreisen nicht den besten Ruf hat, was ich sehr schade finde, weil das nichts ist, wofür man sich schämen muss". Zugegeben: Der Name ist lang und technisch. Aber sein Kürzel, "BAföG", ist eine Marke, die seit über einem halben Jahrhundert im Umlauf ist und im Hochschuljargon auf Augenhöhe mit "Mensa", "Auditorium" oder "Medizinerparty" rangiert. Man kann sich kaum vorstellen, dass eine öffentlichkeitsaffine Politikerin wie Dorothee Bär sie ernsthaft preisgeben würde.

Das wahre Problem ist, was die Politik aus dem BAföG gemacht hat. Dabei geht es beileibe nicht nur um Bedarfssätze und Freibeträge, die in der Vergangenheit allzu oft nur unzureichend erhöht wurden. Es geht um die Barrieren aus mangelhafter Öffentlichkeitsarbeit, komplexer Antragsprosa und teilweise überlangen Bearbeitungszeiten. Die resultieren aus einer halbfertigen Digitalisierung, die bislang nach dem ...

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Kommentare

#1 -

Andreas Drotloff | Fr., 31.10.2025 - 09:36

Man darf sich doch die Frage stellen, in welchen Studierendenkreisen Dorothee Bär verkehrt, wenn Sie den schlechten Ruf des BAföG auf Schamgefühle zurückführt. Meine langjährige Erfahrung aus der Arbeit in und mit Studierendenvertretungen ist das Gegenteil: das BAföG ist, gerade im gesellschaftlichen Vergleich mit anderen Sozialleistungen, absolut normalisiert.

Einen schlechten Ruf hat das BAföG trotzdem, aber der ist hausgemacht: Die Förderung ist zu gering, zu komplex zu beantragen und kommt häufig zu spät. Was es dringend braucht, ist eine Erhöhung der Regelsätze sowie eine Vereinfachung der Förderkriterien. Ein Großteil derer, die trotz Förderanspruch kein BAföG erhalten, gehen schlichtweg aufgrund falscher ...

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